Regensdorf
Bei den Grabungen im Zuge des Ausbaus Nordumfahrung kommt einiges zutage

Vor dem Ausbau der Nordumfahrung Zürich hat eine vierte Etappe von archäologischen Grabungen begonnen. Seit Mitte März wird am Gubrist in Regensdorf nach Relikten der Vergangenheit gesucht.

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Ausgrabungen im Gebiet um den Gubrist (Symbolbild).JPG

Ausgrabungen im Gebiet um den Gubrist (Symbolbild).JPG

Keystone

Die Kantonsarchäologie Zürich führt die Arbeiten im Auftrag des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) aus.

Die aktuelle Untersuchungsfläche umfasse ein Gebiet von rund 2000 Quadratmetern an der Affolternstrasse, heisst es in einer ASTRA-Mitteilung vom Dienstag. Auf dem Terrain ist dann ein vorübergehender Installationsplatz für den Ausbau der Autobahn A1 geplant.

Archäologisch bedeutende Funde sollen rechtzeitig gesichert werden. Die archäologischen Arbeiten sollen spätestens Ende August abgeschlossen sein.

Bereits zwischen 2010 und 2013 fanden Ausgrabungen statt. Die Archäologen stiessen gemäss Mitteilung auf überraschend vielfältige Überreste aus verschiedenen Zeitepochen. Von überregionaler Bedeutung sind Fundamente von römischen Grabmonumenten aus dem 1. bis 3. Jahrhundert nach Christus. Solche Grabmäler einer reichen Oberschicht waren bisher in der Nordostschweiz nicht bekannt.

Bemerkenswert sei zudem, dass sie offenbar in der Nähe von eisenzeitlichen Brand- und Körpergräbern aus dem 2. bis 1. Jahrhundert vor Christus angelegt wurden, schreibt das ASTRA. Die Römer hätten also den Begräbnisort wohl gekannt und ihre Toten bewusst dort bestattet. (sda)

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