Coronavirus

Wegen Pandemie sind Kitas nur schwach belegt – Kanton Zürich regelt die Entschädigung

"Zuhause bleiben" heisst es derzeit auch für viele Kinder, die sonst in Kitas betreut. Die tiefe Auslastung führt bei den Einrichtungen zu Ertragsausfällen.

"Zuhause bleiben" heisst es derzeit auch für viele Kinder, die sonst in Kitas betreut. Die tiefe Auslastung führt bei den Einrichtungen zu Ertragsausfällen.

Die Plätze in den Kindertagesstätten im Kanton Zürich sind wegen der Corona-Pandemie nur noch schwach belegt. Der Regierungsrat will, dass die öffentliche Hand die damit verbundenen Ertragsausfälle grösstenteils übernimmt.

Kanton und Gemeinden sollen rund 80 Prozent des Schadens übernehmen, den Kinderbetreuungseinrichtungen im Kanton wegen der Corona-Krise haben, wie der Regierungsrat am Donnerstag mitteilte. Für den Kanton belaufen sich die Kosten auf höchstens 13 Millionen Franken monatlich.

Die rund 20'000 Betreuungsplätze in den 700 Kitas im Kanton Zürich sind seit Mitte März noch zu durchschnittlich 30 Prozent ausgelastet, die rund 400 Plätze in Tagesfamilien noch zur Hälfte. Grund für die tiefe Auslastung ist, dass viele Eltern den Empfehlungen der Behörden folgen, ihre Kinder wenn möglich zu Hause zu betreuen.

Eltern, die ihre Kinder nicht mehr in die Kitas bringen, seien unbesehen allfälliger vertraglicher Verpflichtungen nicht gewillt, für die nicht mehr bezogene Betreuungsleistung weiterhin zu bezahlen, heisst es in der Vorlage des Regierungsrates.

Die Ausfallentschädigung werde nur auf Gesuch hin ausbezahlt. Die Verordnung tritt rückwirkend auf den 16. März in Kraft. Sie wird dem Kantonsrat zur Genehmigung vorgelegt.

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