Demonstration

Stadtrat will keinen «Marsch fürs Läbe» in Zürich – und zieht vors Verwaltungsgericht

Bereits an den vergangenen Märschen fanden jeweils Gegendemonstrationen statt. (Archiv)

Bereits an den vergangenen Märschen fanden jeweils Gegendemonstrationen statt. (Archiv)

Der Zürcher Stadtrat will keinen «Marsch fürs Läbe» am 14. September in Zürich, sondern nur eine stehende Kundgebung. Er ficht deshalb den Entscheid des Statthalteramts an und zieht vors Verwaltungsgericht.

Der Stadtrat hatte den Veranstaltern eine Kundgebung auf dem Turbinenplatz erlaubt, aber keinen Demonstrationszug durch die Innenstadt. Das wollten die Veranstalter aus dem konservativ-religiösen Milieu nicht akzeptieren und legten Rekurs ein. Diesen hiess der Statthalter gut und bewilligte den Demonstrationszug.

Der Stadtrat wird diesen Entscheid nun beim Verwaltungsgericht anfechten, wie er am Mittwoch mitteilte. Er habe nach wie vor Sicherheitsbedenken, wenn ein Demonstrationszug durchgeführt werde. Zudem werfe die vom Statthalteramt vorgegebene Umzugsroute Fragen auf, schreibt der Stadtrat.

Gegendemonstration zu erwarten

Die letzte Austragung des "Marsch fürs Läbe" in Zürich endete mit einem Polizeieinsatz, bei dem in Oerlikon 100 Gegendemonstranten eingekesselt und auf den Polizeiposten abgeführt wurden. Die Hälfte davon musste sich ausziehen, was der Stadtpolizei selber ein Strafverfahren einbrockte.

2016 und im Jahr 2018 wichen die Veranstalter nach Bern aus. An der eigentlichen Abtreibungsgegner-Demo auf dem Bundesplatz im Jahr 2018 nahmen rund 1500 Personen teil, dagegen protestierten rund 800 Aktivisten an einer unbewilligten Gegendemo.

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