Unkontrolliert einbürgern? Daneben eine Frau mit Burka - ganz in schwarz: Disese Plakete des Komitee gegen eine erleichterte Einbürgung sind  in der Schweiz zurzeit kontrovers diskutiert.  Yvonne Brändle-Amolo aus Weiningen stört sich besonders an den Plakaten: «Ich finde das einen ganz billigen Weg, die Leute vom Thema abzulenken. Es geht schliesslich um die erleichterte Einbürgerung der dritten Generation und nicht um Burka tragende Frauen.»

Für viele Migrantinnen und Migranten sei die normale Einbürgerung aber aufwändig und teuer. Zumindest jene, deren Familie schon seit drei Generationen in der Schweiz zuhause sei, sollten nicht den komplizierten Einbürgerungsprozess durchlaufen müssen. Die Schweiz sei eine Willensnation, argumentiert die Weiningerin.

Am 12. Februar stimmt das Schweizervolk über das Anliegen ab.

Sie selbst hat sich vor vielen Jahren vorbildlich in die Schweizer Kultur integriert, so lernte sie beispielsweise Jodeln und besuchte Schwingerfeste. Trotzdem drohte auch Yvonne Brändle-Amolo der Verlust des Schweizer Pass, da sie sich nach neun Jahren von ihrem Schweizer Ehemann scheiden liess. Gemäss Gesetz jedoch zehn Jahre erforderlich wären. Solche Erfahrungen möchte sie anderen Migranten in der Zukunft ersparen.