Mein Ding: Innenausstattung und Dekoration

«Wir haben die Blumen hinausgestellt und unsere Kunden begrüsst»

Dejan Alencar hat erst kürzlich in Schlieren sein Geschäft eröffnet. Seine Leidenschaft für die Gestaltung von Innenräumen begleitet ihn aber schon lange.

Mit strahlenden Augen sucht Dejan Alencar eine der Blumen in der Vase aus. Die Kunstblumen stammen aus Holland und sehen täuschend echt aus. «Die muss man einmal anfassen, die fühlen sich auch wie echt an», sagt er. Dem Schlieremer merkt man die Begeisterung für sein Handwerk an.

Alencar hat sein Dekorationsgeschäft an der Bahnhofstrasse 13 in Schlieren erst kürzlich eröffnet. «Wir hatten eine stille Eröffnung», sagt er. Auf grosse Feierlichkeiten verzichtete er aufgrund der Coronapandemie.

«Wir haben die Blumen hinausgestellt und unsere Kunden begrüsst», sagt Alencar. Aber das Geschäft ist für ihn noch nicht vollkommen. «An der Beleuchtung und dem Feinschliff arbeiten wir noch.» Ausserdem werde das Sortiment noch erweitert. Trotz der speziellen Situation sei bei der Eröffnung alles gut abgelaufen, sagt er. Alle Kunden seien vorbildlich angestanden und hätten sich an die Massnahmen gehalten.

Karrierebeginn in der High Society

Vor rund 13 Jahren hat Alencar seine Karriere im Bereich Innenausstattung in Zürich angefangen. Dabei war er viel in Kontakt mit der High Society. Weil er seine wohlhabenden Kunden intensiv betreute und für sie neben der Innengestaltung auch diverse Unterhaltsarbeiten erledigte, vertrauten sie ihm immer mehr und sein Tätigkeitsbereich wurde immer breiter. «Es ist eine Marktlücke. Diese Leute brauchen jemanden, der alles im Haushalt organisiert, so wie in alten Zeiten», sagt Alencar.

Häufig würden die Kunden nicht einfach fremden Leuten oder Firmen vertrauen, sondern sich lieber an jemanden wenden, den sie schon kennen. Da kam Alencar ins Spiel. «Ich habe das anderthalb Jahre von zu Hause aus organisiert und den Kunden vor Ort ihre Wünsche erfüllt», sagt er. Bis der Platz zu eng wurde. «Ich merkte, dass ich einen grösseren Raum brauche.» So suchte er in Schlieren, wo er seit acht Jahren wohnt, nach einer Gewerbefläche.

Auf den Standort des neuen Geschäfts traf er im Vorbeigehen. Er habe sich mit dem Schlieremer Standortförderer Albert Schweizer in Verbindung gesetzt und diesem sein Konzept vorgestellt. Gemeinde und Gebäudeverwaltung seien mit seinem Konzept sehr zufrieden ­gewesen und gaben ihm die Zustimmung.

Mit viel Liebe zum Detail hat er das Geschäft eingerichtet. «Es ist nicht nur ein Blumenladen, wir sind ein Treffpunkt für kreative Ideen in allen Bereichen», erklärt Alencar. In den Regalen stehen verschiedene Duftkerzen und Vasen. Zu jedem Gegenstand gebe es eine Geschichte zu erzählen.

Die Leidenschaft für Dekoration teilt er mit seiner Mitarbeiterin, der gelernten Floristin Valentina Portaluri. Sie haben sich über die Feuerwehr Schlieren kennengelernt und hätten gemerkt, dass sie mit ihrer Kreativität und Ideen in die gleiche Richtung gehen, sagt Alencar. «Ich brauche immer etwas Kreatives in meinem Leben», sagt Portaluri. Sie sei überglücklich im neuen Laden.

Nun will er zusammen mit Portaluri weiteren Menschen beim kreativen Gestalten ihres Zuhauses helfen und mit seinem Angebot eine Bereicherung im städtischen Gewerbe sein.

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