Weiningen
Die Lücke wird geschlossen: Die Zürcherstrasse erhält durchgehend ein zwei Meter breites Trottoir und eine einheitliche Fahrbahn

An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung am Donnerstag genehmigten die Stimmberechtigten einen Kredit von 300'000 Franken für das Projekt.

Virginia Kamm
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Bald sicherer für Fussgänger: An der Zürcherstrasse zwischen der Ifang- und der Chübelackerstrasse entsteht beidseitig ein Trottoir.

Bald sicherer für Fussgänger: An der Zürcherstrasse zwischen der Ifang- und der Chübelackerstrasse entsteht beidseitig ein Trottoir.

Sandro Zimmerli

Die Zürcherstrasse in Weiningen wird künftig durchgehend mit einem beidseitigen zwei Meter breiten Trottoir ausgestattet sein. Zudem wird die geplante siebeneinhalb Meter breite Kernfahrbahn mit markiertem Radstreifen neu bis zur Kreuzung Umfahrungsstrasse weitergeführt. Den dafür notwendigen Planungs- und Baukredit von knapp 300'000 Franken haben die 55 anwesenden Stimmberechtigten am Donnerstag an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung mit grosser Mehrheit genehmigt.

Die Abstimmung wurde nötig, weil bislang ein 70 Meter langes Stück der Zürcherstrasse zwischen Grossächer- und Chübelackerstrasse weder in der kommunalen noch in der kantonalen Strassenplanung im Zusammenhang mit dem Gubristausbau berücksichtigt worden ist.

Das ändert sich nun. Auf der gesamten Zürcherstrasse werden jetzt eine einheitliche Fahrbahn und ein einheitlicher Radstreifen realisiert. Zusätzlich wird auf der nördlichen Seite der Strasse ein zwei Meter breites Trottoir im Abschnitt zwischen Ifang- und Chübelackerstrasse entstehen.

Zwar bestehe für die Gemeinde keine gesetzliche Pflicht, das fehlende Trottoir auf eigene Kosten zu realisieren, da die bewilligte Situation den rechtlichen Vorgaben genüge, sagte Werkvorstand Thomas Mattle (SVP) an der Gemeindeversammlung. Der Gemeinderat erachte es im Sinne des öffentlichen Interesses aber als sinnvoll, diese Lücke zu schliessen. Zudem soll auf dem Areal nördlich der Zürcherstrasse demnächst eine Wohnüberbauung entstehen.

Die Annahme des Geschäfts war dringend

Weil die Tiefbauarbeiten des Projekts technisch und terminlich auf die bisherigen Vorhaben der Gemeinde und des Kantons abgestimmt sein müssten, sei das Geschäft dringend, ergänzte Gemeindepräsident Mario Okle (parteilos). Eine Rückweisung des Antrags würde einer Ablehnung gleichkommen. Um die Beitragspflicht zu Lasten der an das Trottoir anstossenden Grundeigentümer zu regeln, wäre überdies ein Verfahren nötig gewesen, hielt der Gemeinderat in der Weisung fest. Dafür war aber keine Zeit. Daher habe der Gemeinderat gemeinsam mit den Grundeigentümern einvernehmlich eine Landabtretung beschlossen, sagte Mattle.

Das neu genehmigte Projekt, bei dem die ganze Strassenfläche inklusive Trottoir um einen Meter verbreitert werden muss, soll gemäss Mattle die bereits laufenden Bauarbeiten an der Zürcherstrasse nicht verlängern. Diese sollen im Sommer abgeschlossen sein. Durch die Annahme des Projekts fallen für die Gemeinde jährliche Folgekosten von 10'500 Franken an.

Die Rechnungsprüfungskommission empfahl das Geschäft zur Annahme und hatte an der Gemeindeversammlung ihrem Abschied nichts hinzuzufügen. Auch bei den Stimmberechtigten kam keine Diskussion auf. Und so konnte Mario Okle die ausserordentliche Gemeindeversammlung nach nur 22 Minuten bereits wieder schliessen.