Dietikon
Weinbergbus: Linie führt neu durchs Stelzenackerquartier

Wegen Bauarbeiten wird die Linie 325 ab diesem Monat auf einer neuen Linie ins Weinbergquartier fahren. Die Anpassungen an den Strassen kosten rund 130000 Franken.

Sandro Zimmerli
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Otto Müller, Jasmin Wiederkehr und Chauffeur Walter Wigger luden zur Fahrt im alten Saurer-Bus. zim

Otto Müller, Jasmin Wiederkehr und Chauffeur Walter Wigger luden zur Fahrt im alten Saurer-Bus. zim

Limmattaler Zeitung

Rückbau des Kreisels am Knoten Gyrhalden-/Staffelackerstrasse und ein Wendeplatz bei der Hundshütte – noch diesen Monat beginnen in Dietikon die nötigen Strassenarbeiten, damit beim Fahrplanwechsel des Zürcher Verkehrsverbundes am 11. Dezember alles bereit ist. Ab diesem Zeitpunkt fährt der Weinbergbus, die Linie 325, auf einer neuen Route ins Weinbergquartier.

Um die neue Linienführung vorzustellen, lud die Stadt gestern zusammen mit den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ) zu einer Probefahrt. In einem alten Saurer-Bus, Jahrgang 1930, startete die Reise am Bahnhof Dietikon. Bis zur Station Hätschen wird die Linie 325 wie bis anhin verkehren. Anstelle der direkten Fahrt über die Gyrhaldenstrasse wird sie neu zur besseren Erschliessung des Stelzenackerquartiers eine Schlaufe über die Stelzenackerstrasse, die Zinggenstrasse und die Staffelackerstrasse machen. Denn die Linie 325 wird neu teilweise in die Linie 306 integriert. Das heisst, dass künftig jeder zweite Kurs der Linie 306 neu als Linie 325 verkehrt. An der Linienführung des Busses 306 ändert sich nichts.

«Das ist ein Kompromiss, den wir mit den VBZ getroffen haben», erklärte Stadtpräsident Otto Müller. Der Wermutstropfen ist, dass die Stadthalle mit der Linie 306 nur noch halb so oft angefahren wird
wie bisher, sagte Jasmin Wiederkehr, Angebotsentwicklung VBZ. «Fahrgäste können aber auch mit der Linie 303 zur Stadthalle gelangen», ergänzte sie.

Anpassungen bei den Haltestellen

Dem angesprochenen Kompromiss sind längere Abklärungen vorangegangen. «Bislang wurde der Weinbergbus von der Stadt finanziert. Für das laufende Jahr sind das Kosten von 282000 Franken», so Müller. Dies sei in Anbetracht der 2 Millionen Franken, die Dietikon jährlich an den Verkehrsverbund überweise, eine hohe Summe.

«Die Krux ist aber, dass die VBZ aus Kostengründen keine Quartierbusse in den Regelfahrplan mehr aufnehmen», hielt er fest. Gleichzeitig bestehe für das Weinbergquartier eine Erschliessungspflicht, die aber kostenneutral sein müsse. Deshalb habe eine Lösung gefunden werden müssen, bei der die Linie 325 in den Regelbussbetrieb integriert werden konnte. Dadurch entfallen für Dietikon die bisherigen Betriebskosten für den Weinbergbus.

Die gewählte Linienführung hat zur Folge, dass künftig nicht mehr ein Kleinbus, sondern ein Standardbus in das Weinbergquartier fährt. Deshalb muss der Kreisel am Knoten Gyrhalden-/Staffelackerstrasse zurückgebaut und ein Wendeplatz bei der Hundshütte erstellt werden. Die Kosten sind mit 130000 Franken veranschlagt.

Nötig sind zudem Anpassungen bei den Haltestellen. Aufgehoben werden die Haltestellen Rebbergstrasse und Chrottenbüel. Die Haltestellen Weinberg und Hätschen werden verschoben. Neu wird in der Zinggenstrasse eine Haltestelle eingerichtet. Ebenfalls neu ist, dass die Linie 325 auch am Sonntag verkehrt.

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