Birmensdorf

Weil die Bevölkerung stark wächst: Knapp eine Million im Minus

Über 7000 Menschen werden im kommenden Jahr in Birmensdorf wohnen.

Über 7000 Menschen werden im kommenden Jahr in Birmensdorf wohnen.

Obwohl die Politische Gemeinde 2021 in die roten Zahlen gerät, soll der Steuerfuss gleich auf einem Niveau von 44 Prozent bleiben.

Die Politische Gemeinde Birmensdorf rechnet für das kommende Jahr mit einem Minus von rund einer Million Franken, wie der Gemeinderat mitteilt. Der Steuerfuss soll auf dem bisherigen Niveau von 44 Prozent belassen werden. Am 8. Dezember wird die Gemeindeversammlung über das Budget entscheiden.

Bei einem Aufwand von knapp 28,5 Millionen Franken und einem Ertrag von gut 27,5 Millionen Franken entsteht ein Minus von rund 950000 Franken. «Durch die attraktive Lage der Gemeinde und die damit zusammenhängende rege Bautätigkeit, nimmt die Bevölkerung voraussichtlich auf 7125 Personen zu», schreibt der Gemeinderat. Ende 2019 waren es laut Angaben des Kantons noch 6714 Personen. Wegen des rasanten Bevölkerungswachstums erhalten der Werkdienst, die Wasserversorgung und die Entsorgung 100 Stellenprozente mehr.

Einen weiteren Anstieg erwarten die Verantwortlichen der Gemeinde bei den gebundenen Ausgaben in den Bereichen Gesundheit und Soziale Sicherheit. Diese begründen sie mit der demografischen Entwicklung.

Einfluss der Pandemie ist noch ungewiss

Den einfachen Gemeindesteuerertrag beziffert der Gemeinderat per August 2020 mit 17,2 Millionen Franken. «Die Steuererträge von 2020 und 2021 werden möglicherweise von der Coronapandemie negativ beeinflusst, doch kann die Bevölkerungszunahme auch zu höheren Steuererträgen führen», heisst es. Man gehe daher von einem Ertrag von 17 Millionen Franken aus.

2021 sollen im Verwaltungsvermögen der politischen Gemeinde 2,3 Millionen Franken investiert werden. Erneuerungen in den Bereichen Gemeindestrassen, Wasserwerk und Abwasserbeseitigung seien auch im kommenden Jahr notwendig. Dank des Nettovermögens von rund zehn Millionen Franken können die gesetzlichen Vorgaben zum Haushaltgleichgewicht erfüllt werden, schreibt die Gemeinde weiter. (aru)

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