Urdorf

Vorstoss zu den Mensapreisen der Kanti Limmattal – drei Politikerinnen haken nach

Wegen der hohen Preise in der Mensa der Kantonsschule Limmattal in Urdorf gelangten drei Kantonsrätinnen Anfang Jahr an den Regierungsrat.

Wegen der hohen Preise in der Mensa der Kantonsschule Limmattal in Urdorf gelangten drei Kantonsrätinnen Anfang Jahr an den Regierungsrat.

Die Regierung soll aufzeigen, wie die Verpflegungspreise in den Kantis vereinheitlicht werden können, fordern drei SP-Kantonsrätinnen.

Die SP-Kantonsrätinnen Rosmarie Joss (Dietikon), Michèle Dünki-Bättig (Glattfelden) und Carmen Marty Fässler (Adliswil) haben einen weiteren Vorstoss zu den Mensapreisen an den Zürcher Kantonsschulen eingereicht. In einem Postulat fordern sie den Regierungsrat dazu auf, verbindlich aufzuzeigen, wie die Preise der Verpflegung in der Mittelschule vereinheitlicht werden können. Weiter soll er zeigen, wie einheitliche Standards für eine nachhaltige und ökologische Verpflegung eingeführt und umgesetzt werden können.

Die drei Politikerinnen reagieren damit auf die aus ihrer Sicht unbefriedigende regierungsrätliche Antwort auf ihre Anfang Jahr eingereichte Anfrage. Damals ging es um die hohen Preise in der Mensa der Kantonsschule Limmattal in Urdorf. Dort seien auf Anfang dieses Jahr die Preise, die im Vergleich bereits zuvor hoch gewesen seien, weiter angehoben worden. Für Schülerinnen und Schüler seien sie um elf Prozent gestiegen, rechneten die Kantonsrätinnen vor. Vom Regierungsrat wollten sie deshalb unter anderem wissen, wie er sich die preislichen Unterschiede bei der Verpflegung zwischen den Kantonsschulen erkläre.

Mensabetriebe werden vom Kanton nicht subventioniert

In der regierungsrätlichen Antwort hiess es dazu unter anderem, dass der Betrieb einer Mensa an einem Schulstandort eine Dienstleistung sei, die durch den Kanton ermöglicht werde. Die Mensen der Mittel- und Berufsfachschulen würden durch verschiedene Unternehmen geführt, die auch das finanzielle Risiko tragen.«Je nach Kostenstruktur des Unternehmens kann es deshalb zu Unterschieden in der Preisstruktur kommen», schrieb der Regierungsrat damals.

Zudem verwies er darauf, dass die verschiedenen Mensabetriebe nicht direkt durch den Kanton subventioniert würden. «Es wird ihnen lediglich die bauliche Infrastruktur vor Ort zur Verfügung gestellt.» Die Unterschiede in den Preisen seien durch die unterschiedlichen Unternehmen, welche Mensen betreiben, und deren Angebot begründet. «Die Anforderungen in den Bereichen der Nachhaltigkeit und der Ökologie sind bei einigen Mensen bislang nicht in die Verkaufspreise eingeflossen», hielt der Regierungsrat weiter fest.

Gleichzeitig wies er darauf hin, dass gegenwärtig Gespräche mit den Mensabetreibenden geführt werden, um «Standards in den Bereichen Nachhaltigkeit und Ökologie festzulegen, das Angebot zu erneuern und die Preise auf ein durch die Qua­litäts­erwei­terung begründetes Niveau anzupassen». Und er stellte in Aussicht, dass eine Harmonisierung des Angebots und damit auch der Preise in den Mensabetrieben der Sekundarstufe II angestrebt werde.

An diesem Punkt setzten die drei Kantonsrätinnen mit ihrem neuen Vorstoss nun an. «Chancengleichheit in der Bildung ist zentral und ist nicht nur im Klassenzimmer relevant. Das Prinzip der Chancengleichheit gilt auch für die Kosten, die durch den Schulbesuch entstehen und dadurch auch für die Verpflegung in der schuleigenen Mensa», schreiben sie in ihrem Postulat. Damit die Schülerinnen und Schüler leistungsfähig seien und auch volle Konzentration erbringen könnten, bräuchten sie gesunde, ausgewogene Nahrung und ein ausreichendes Angebot an vielfältigen Menus. Das Essen aus der schuleigenen Mensa sollten sich alle leisten können, schreiben die Kantonsrätinnen weiter.

Mehr regionale und saisonale Lebensmittel gefordert

Für die drei Politikerinnen steht überdies ausser Frage, dass es Konsequenzen hat, wie wir uns ernähren. «Falsche Ernährung führt zu beträchtlichen Gesundheitskosten. Die Ernährung und die damit verbundene industrielle Produktion von Lebensmitteln verstärkt die Klimaerhitzung, vernichtet Lebensgrundlagen und Ressourcen», halten sie fest. Es brauche deshalb ein Umdenken hin zu weniger Fleischkonsum und Verschwendung und dafür zu mehr regionalen und saisonalen Lebensmitteln aus nachhaltiger Landwirtschaft, fordern sie. 

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