Nachgefragt

Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker: «Kurze Distanzen sind zentral»

Ernst Stocker, Zürcher Volkswirtschaftsdirektor

Ernst Stocker, Zürcher Volkswirtschaftsdirektor

Der Zürcher Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker verteidigt die geplante Linienführung der Limmattalbahn. Er ist sich sicher, dass man sich am Schluss auf eine Lösung einigen können werde.

Videointerview zum Projekt Limmattalbahn mit dem Zürcher Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker

Videointerview zum Projekt Limmattalbahn mit dem Zürcher Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker

Herr Stocker, warum haben Sie die Limmattalbahn in Auftrag gegeben?

Ernst Stocker: Die Wachstumspotenziale im Kanton Zürich sind hauptsächlich im Glattal und im Limmattal. Deshalb haben wir zwei Stadtbahn-Korridore ausgeschieden. Die Glattalbahn rollt. Jetzt ist das nächste Projekt dran: die Limmattalbahn. Sie liegt dem Bundesamt für Verkehr zur Genehmigung vor.

Wie sakrosankt ist die geplante Linienführung?

Aus Sicht des Zürcher Verkehrsverbundes ist die vorgeschlagene Linienführung am besten. Aber es gibt auch andere Sichtweisen. Das Verfahren läuft. Am Schluss wird man sich einigen können, davon bin ich überzeugt.

In Schlieren wird beim Spital eine längere Tunnelführung gefordert, die inklusive Unterhalt Mehrkosten von 60 bis 80 Millionen Franken auslösen würde. Liegt das drin?

Mehrkosten in dieser Höhe liegen nicht drin. Zudem sieht das Konzept vor, dass diese Bahn, die ja eigentlich ein Tram ist, oberirdisch fährt. Der Zugang zum öffentlichen Verkehr muss sicher sein, darum geht man heute nicht mehr in den Boden. Daher bin ich der Meinung: So ein Tunnel kommt nicht in Frage.

In Dietikon ist umstritten, ob der direkte Anschluss an den Bahnhof zwingend nötig ist. Ist er nötig?

Wegen des laufenden Verfahrens kann ich dazu nicht abschliessend Stellung nehmen. Aber im öffentlichen Verkehr sind kurze Distanzen und möglichst schnelle Fahrgastwechsel zentral.

Wann werden Sie erstmals im Tram von Zürich nach Killwangen fahren?

Wenn alles klappt zwischen 2022 und 2024.

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