Urdorf
Action in der Pause: In den nächsten drei Wochen steht ein mobiler Pumptrack auf dem Urdorfer Sportplatz

Seit Montagnachmittag steht hinter der Sporthalle des Schulhauses Weihermatt ein mobiler Pumptrack. Die Eltern legen beim Aufbau tatkräftig Hand an.

Lydia Lippuner
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Tatkräftig dabei: Die Eltern der Schüler helfen beim Aufbau der mobilen Pumptrack-Anlage in Urdorf mit.
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Die perfekte Welle: Hinter der Turnhalle können die Kinder künftig ihre akrobatischen Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Arbeiten unter der prallen Sonne: Die Eltern schrauben die Pumptrack-Elemente zusammen.
Teamwork: «Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist eine der grossen Stärken unserer Schule», sagt Michael Gerber, Schulleiter des Schulhauses Weihermatt.
Steile Kurve: Der Schulleiter Michael Gerber legt beim Aufbau ebenfalls Hand an.

Tatkräftig dabei: Die Eltern der Schüler helfen beim Aufbau der mobilen Pumptrack-Anlage in Urdorf mit.

Sandra Ardizzone

Für einmal schwitzen nicht Kinder, sondern Eltern auf dem Sportplatz hinter der Turnhalle des Schulhauses Weihermatt in Urdorf. Auf Paletten rollen sie am Montagnachmittag schwarzbeschichtete Elemente vom Pausenplatz auf den Asphalt-Fussballplatz. Dort entsteht ein mobiler Pumptrack. Die Eltern hieven die Elemente von den Paletten und schrauben sie unter der Anleitung eines Instruktors zusammen. «Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist eine der grossen Stärken unserer Schule», sagt Michael Gerber, Schulleiter des Schulhauses Weihermatt. Nachdem im Frühling auf dem Schulareal mit Hilfe des Elternrats bereits eine 12 Meter lange Rutschbahn aufgestellt worden ist, schlug eine Mutter vor, dass man sich beim kantonalen Sportamt für den mobilen Pumptrack bewerben könnte.

Das Los fiel auf Urdorf und so dürfen die Kinder nun gut drei Wochen lang mit Fahrrädern, Kickboards, Laufrädern oder Skateboards über die Anlage rollen. «Vom Pumptrack erhoffen wir uns Abwechslung und Spass. Zugleich sollen auch Kinder, die sich nicht so gerne bewegen, gefördert werden», sagt Gerber. Die Anlagen sind zur Zeit sehr beliebt. Seit Anfang Juni steht auch in Dietikon eine Pumptrack-Anlage.

Pumptrack-Anlage in nächster Nähe begeistert Kinder und Eltern

Obschon die Sonne mit voller Kraft vom wolkenlosen Himmel auf die Arbeitenden scheint, nimmt der Pumptrack rasch Form an. Nach einer Stunde stehen bereits die ersten Wellen. «Ich finde den Pumptrack eine tolle Sache und bin gerne dabei, um diesen aufzubauen», sagt Diana Weibel. Dabei schiebt die Mutter einen Rolli mit einigen Pumptrack-Elementen über den Boden. Ihre Buben besuchen die erste und zweite Klasse. Sie seien bereits mit zwei Jahren auf dem Velo gesessen. Bislang sei sie jeweils mit ihnen zum Pumptrack beim Zürcher Sihlcity gefahren. Dass sich nun eine Anlage in der Nähe befinde, freue sie sehr.

Daniel Alder kniet auf dem Boden und schraubt die Elemente zusammen. Er gehört dem Elternrat an. «Ich finde solche Aktionen sehr cool. So wird der Pausenplatz aufgewertet, auch wenn die Anlage nur temporär da ist», sagt er. Auch seine beiden Kinder werden in den nächsten Wochen auf der Anlage anzutreffen sein. Diese ist jeweils während der Schulzeit für die Schule reserviert und danach von 16.30 Uhr bis 22 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Anlage ist sowohl für ältere Kinder als auch für Kleinkinder gedacht. «Mein dreijähriger Sohn liebt es, mit seinem Laufrad über solche Anlagen zu fahren», sagt Gerber. Dabei sei es wichtig, dass die Kinder einen Helm tragen.

Nach der ruhigen Coronazeit, bringe die Anlage wieder Action ins Leben

Auch Georgina Mathis freut sich auf den Pumptrack. Ihre Tochter, die die sechste Klasse besucht, sei sehr bewegungsfreudig. «In der Coronazeit durften die Kinder wenig Spannendes machen», sagt sie. Deshalb sei es nun an der Zeit, dass man den Kindern wieder die Gelegenheit für tolle Erlebnisse biete.

Das Sportamt des Kantons Zürich stellt den Schulen drei mobile Pumptrack-Anlagen zur Verfügung. Damit möglichst viele von der Anlage profitieren können, schickt das Sportamt diese gemeinsam mit der Koordinationsstelle Veloverkehr von März bis November auf Schulhaus-Tour. Die Standorte werden jeweils unter den Bewerbern ausgelost.

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