Urdorf
Einheitliche Bedingungen, neues Online-Tool: Die Vereine können die Turnhallen dank Neuerungen nun einfacher nutzen

Mit dem Projekt «Hallenkoordination» will die Politische Gemeinde Urdorf in Zusammenarbeit mit der Kantonsschule, der Schulgemeinde und den Vereinen die Nutzung der Sporthallen vereinfachen. Die ersten Erfahrungen sind positiv.

Carmen Frei
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Die Zentrumshalle Spitzacker in Urdorf kann von den Vereinen nun ebenfalls einfacher gebucht werden.

Die Zentrumshalle Spitzacker in Urdorf kann von den Vereinen nun ebenfalls einfacher gebucht werden.

Carmen Frei / Limmattaler Zeitung

Verschiedene Betreiber, verschiedene Bedingungen und verschiedene Nutzungszeiten: Das soll durch das Projekt «Hallenkoordination» in Urdorf harmonisiert werden. «Das Projekt wurde angestossen und umgesetzt, um den Vereinen einen Mehrwert bieten zu können. Ihnen stehen nun für alle Turnhallen auf dem Gemeindegebiet einheitliche Nutzungszeiten und Konditionen sowie eine transparente digitale Buchungsplattform zur Verfügung», sagt Thomas Bollinger, Bereichsleiter Liegenschaften und Sportbetriebe der Gemeinde.

Um eine einheitliche Koordination zu gewährleisten, mietet die politische Gemeinde die Turnhallen der Kantonsschule und der Schulgemeinde und stellt sie zusammen mit den eigenen Hallen den Vereinen unter vereinheitlichten Bedingungen zur Verfügung. Die Gemeinde fungiert zudem als zentraler Ansprechpartner für die Vereine. Das erste Betriebsjahr konnte Anfang Oktober 2020 gestartet werden, wie die Gemeinde mitteilte.

Grosser Aufwand für bessere Auslastung

Das Projekt ist Teil des Leitbildes 2030 des Gemeinderats und strebt eine bessere Auslastung und Koordination der Hallenkapazität an. Der Aufwand, um das neue Projekt aufzugleisen, war «nicht unbeträchtlich», wie Thomas Bollinger sagt. Unter anderem hätten die Bedürfnisse der Vereine erfasst und zwischen den Hallenanbietern koordiniert werden müssen. «Die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten und das Engagement des Kartells der Ortsvereine Urdorf (Kovu) ermöglichte eine konstruktive Projektabwicklung», lobt er.

Die Vereine können nun über eine Online-Plattform die Sporthallen buchen und die Räumlichkeiten bei Bedarf auch einfach abtauschen. Das Aufsetzen der digitalen Buchungsplattform nahm laut Bollinger einige Zeit in Anspruch. Der Initialaufwand habe aber in rund fünf Arbeitstagen abgedeckt werden können.

Der Kanton unterstützte die Gemeinde bei der Buchungsplattform

«Die Website der Gemeinde bietet seit 2018 ein Raumreservationssystem an. Dieses diente als Basis und wurde um die im Projekt enthaltenen Turnhallen erweitert. Zudem wurden die Benutzer erfasst und die Rechte zugeteilt», erklärt Bollinger. Für den Aufwand wurde die Gemeinde durch den Kanton mit einem Beitrag von 3000 Franken aus dem Lotteriefonds unterstützt.

Auf dem neuen Online-Buchungssystem wurden neben den Nutzungszeiten auch die Preise für die Hallen vereinheitlicht. Mit der neuen Lösung soll die Hallenkapazität auf dem Gemeindegebiet optimal genutzt werden. Die Daten des Projekts würden jährlich ausgewertet und allfällige Anpassungen für das jeweils nächste Jahr in das Projekt eingearbeitet, erklärt Bollinger.

Die bisherigen Rückmeldungen fallen positiv aus

Noch ist die Hallennutzung Covid-19-bedingt nur beschränkt möglich, der Mehrwert könne sich darum noch nicht vollständig entfalten, so Bollinger. Bei den derzeitigen Nutzern komme das Projekt aber gut an. «Wir haben bisher mehrheitlich positive Rückmeldung erhalten. Kritische Rückmeldungen nehmen wir auf und lassen diese in die Weiterentwicklung einfliessen.»

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