6,1 Millionen
Schlieren will Sitz der städtischen Feuerwehr auf Vordermann bringen

Ziemlich genau vor 45 Jahren wurde das Gebäude an der Uitikonerstrasse 30 in Schlieren erstellt. Und so sieht es auch aus. Der Büelhof ist in die Jahre gekommen – nun soll ein Bauprojekt erarbeitet werden.

Alex Rudolf
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Büelhof: Das Feuerwehrdepot in Schlieren braucht eine Sanierung.

Büelhof: Das Feuerwehrdepot in Schlieren braucht eine Sanierung.

Thomas Mathis

Die kleinen Balkone im zweigeschossigen, südlichen Gebäudeteil scheinen vergilbt. Die Lettern über der Eingangstür, gross steht da «Büelhof», stammen aus einer anderen Zeit. Weiter hinunter entlang der Betonmauer in Richtung Stadtzentrum liegt hinter knallroten Garagentoren der Sitz der Schlieremer Feuerwehr. Von aussen sieht man nur wenig davon, was in der Überbauung untergebracht ist: 18 Kleinwohnungen, Feuerwehr- und Zivilschutzdepot, ein Magazin für Leihmaterial und Infrastruktur für die Wasserversorgung.

Seit dem Bezug des Gebäudes vor fast einem halben Jahrhundert wurde nur wenig gemacht, wie der Stadtrat kürzlich mitteilte. Bereits vor drei Jahren gab er die Erstellung einer Machbarkeitsstudie in Auftrag. Diese liegt nun vor und die Exekutive zeigt im Rahmen des Vorprojektes, was sie vor hat.

So kam zutage, dass längst nicht alle Gebäudeteile ihren Zenit überschritten haben. Der Rohbau und Teile des Innenausbaus würden demnach noch einen hohen Substanzwert aufweisen. Lifte und Sanitäreinrichtungen hingegen haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Obwohl das Gebäude schlechte Werte bezüglich der Energieeffizienz aufweist, wäre ein Rückbau nach Ansicht der Experten nicht wirtschaftlich. So sollen im Rahmen einer Erneuerung die Gebäudehüllen die Balkone abgebrochen und künftig zu Wohnraum werden. Küchen und Bäder bleiben in ihren Dimensionen erhalten, sollen neu jedoch besser organisiert werden. Elektro- und Sanitärleitungen müssen komplett erneuert und sämtliche Oberflächen ersetzt oder gestrichen werden.

5,5 Millionen bereits eingestellt

In den Räumen des Feuerwehrdepots liegt das Problem hauptsächlich bei den Sanitärleitungen. Wie der Stadtrat schreibt, sind diese undicht. «Auch die restliche Haustechnik hat den optimalen Instandsetzungszeitpunkt längst überschritten.» Im Feuerwehrdepot im ersten Untergeschoss und in den Lagerräumen, die im zweiten Untergeschoss untergebracht sind, sollen Bodenbeläge ersetzt und Geländer den Vorschriften angepasst werden. Auch das Flachdach muss saniert werden.

Diese Arbeiten sollen die Stadt auf rund 6,1 Millionen Franken zu stehen kommen, wovon im Investitionsplan 2016 bis 2020 derzeit 5,5 Millionen Franken eingestellt sind. Dabei handelt es sich um gebundene Ausgaben, da es um die komplette Erneuerung der bestehenden Gebäudeteile geht. Für die Erstellung des Bauprojektes spricht der Stadtrat einen Betrag von 230 000 Franken. Es soll im Herbst vorliegen.

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