Schlieren
Polizei will Urinieren in der Öffentlichkeit verstärkt kontrollieren: «Veranstaltungsbesucher erleichtern sich rund um die Sommerbeiz»

CVP-Gemeinderätin Sarah Impusino hatte kritisiert, dass trotz Pandemie auf der Pischte 52 Veranstaltungen stattfänden und keine Toiletten zur Verfügung stünden. Nun nimmt der Stadtrat Stellung.

Virginia Kamm
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Die Pischte 52 ist kein WC, wird aber als solches genutzt.

Die Pischte 52 ist kein WC, wird aber als solches genutzt.

Severin Bigler

Die Stadtpolizei Schlieren/Urdorf kontrolliert von nun an bei ihren Patrouillen verstärkt, dass niemand in der Öffentlichkeit uriniert. Die kommunale Polizeiverordnung sehe für das Urinieren in der Öffentlichkeit eine Ordnungsbusse vor, schreibt der Stadtrat in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage der Schlieremer Gemeinderätin Sarah Impusino (CVP). Impusino wollte wissen, was der Stadtrat dagegen unternehme, dass sich Veranstaltungsbesucher rund um die Sommerbeiz erleichtern. Sie schrieb zudem, dass trotz Pandemie weiterhin Veranstaltungen auf der Pischte 52 stattfänden.

«Dem Stadtrat liegen keine Informationen vor, dass das Urinieren rund um die Sommerbeiz ein Problem ist», hält der Stadtrat in seiner Antwort fest. «In den vergangenen Monaten fanden bedingt durch die Pandemie-Situation keine bewilligungspflichtigen Veranstaltungen auf der Pischte 52 oder auf dem Kulturplatz statt.» Auch nicht-bewilligungspflichtige Anlässe habe es keine gegeben. Besucherinnen und Besuchern seien bei Veranstaltungen, die von der Stadt bewilligt wurden, genügend Toiletten zur Verfügung zu stellen, schreibt der Stadtrat weiter.

Anwohner sind mit dem Problem auf die Parlamentarierin zugekommen

Sarah Impusino hatte kritisiert, dass Veranstalter keine WCs aufstellen würden. Zudem könne man momentan keine Restaurant-WCs benutzen und die einzige nahe Toilette befinde sich bei der Ludothek im Stadtpark. Impusino sagt auf Nachfrage, dass sie in ihrer Anfrage vor allem einen Stand gemeint habe, der seit einigen Wochen, wenn nicht sogar Monaten, auf der Pischte 52 Verpflegung anbiete. Sie könne sich nicht vorstellen, dass dieser nicht bewilligungspflichtig sei. Die Anfrage habe sie gestellt, weil Anwohner ihr das Problem zugetragen hätten.

«Sollte sich bestätigen, dass mit den wärmeren Temperaturen auch vermehrt solche Verstösse festzustellen sind, würde der Stadtrat prüfen, bis zur Öffnung der Restaurants mobile Toiletten aufzustellen», schreibt die Stadt weiter. Dieses Problem dürfte nun, da die Restaurants ihre Terrassen und somit ihre Toiletten am Montag öffnen konnten, gelöst sein.

Mit der Beantwortung des Stadtrats sei sie nicht ganz zufrieden, sagt Sarah Impusino auf Anfrage. Sie sei etwas irritiert und vermutet, nicht ganz richtig verstanden worden zu sein. Sie werde wahrscheinlich nachhaken, allerdings eher auf bilateralem Weg.