Regensdorf
Der Surfpark nimmt eine weitere Welle: Das Projektteam peilt nun den Sommer 2024 an

Das Projekt eines rund 30'000 Quadratmeter grossen Surfparks im Zürcher Unterland ist im regionalen Richtplan verankert: Damit ist es einer Realisierung einen grossen Schritt nähergekommen. Im Sommer 2024 wollen die Verantwortlichen starten, wenn alles gut geht.

Anna Bérard
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So soll es dereinst im Zürcher Unterland aussehen: der geplante Surfpark in Regensdorf.

So soll es dereinst im Zürcher Unterland aussehen: der geplante Surfpark in Regensdorf.

Visualisierung: zvg/Enzo Enea

Dass Surfer für die grosse Welle dereinst ins Zürcher Furttal reisen werden, könnte bald Realität sein. Denn das Megaprojekt der Waveup Creations AG hat eine weitere Hürde genommen: Der Zürcher Regierungsrat hat den notwendigen Richtplaneintrag festgesetzt.

Somit ist die Planungsgrundlage dafür geschaffen, dass die Gemeinde die grüne Wiese bei der Sportanlage Wisacher umzonen kann. Die Umwandlung von der Landwirtschaftszone in Erholungszone war eine der grössten Hürden auf dem Weg zur Wellenanlage mit Badesee, Sportangebot und Gastrobetrieb. Die Gemeindeversammlung hat die erforderliche Revision der Bau- und Zonenordnung bereits an der Gemeindeversammlung vom 25. März 2019 genehmigt.

Gejubelt, auch wenn es nur langsam vorwärts geht

Entsprechend erleichtert über die Festsetzung des Richtplans ist Pascal Brotzer, Gründungsmitglied der Waveup Creations AG: «Natürlich haben wir gejubelt, als wir den Entscheid des Regierungsrats erfahren haben.»

Doch dass dies nach der Abstimmung über die Umzonung des Areals an der Gemeindeversammlung nun zwei Jahre gedauert hat, ist für den begeisterten Jungunternehmer etwas ernüchternd:

«Wenn die politischen Mühlen so langsam mahlen, können wir noch so rasch arbeiten, es dauert dennoch lange.»

Trotz der noch bevorstehenden Hürden bis zum Baustart sei das achtköpfige Team jetzt aber sehr zuversichtlich, sagt Brotzer. Dieses hat zusammen mit rund 20 Fachplanern den Gestaltungsplan vorbereitet, jene Unterlagen also, die den Wellensee, die Gebäude und die Parklandschaft im Detail beschreiben.

Die nächsen Hürden: der Gestaltungsplan und die Baubewilligung

Die Baubewilligung wird die letzte Hürde sein «Emotional gesprochen ist der Gestaltungsplan das alles Entscheidende für uns, aber die letzte Hürde ist die Baubewilligung», hält Brotzer weiter fest.

Zunächst aber gilt es, den Gestaltungsplan beim Kanton zur Vorprüfung einzureichen. Dazu gehört auch das Mobilitätskonzept mit den Zufahrten und Parkmöglichkeiten, dem Parkhaus über den heutigen Parkplätzen bei der Sportanlage Wisacher und dem Linienbus unter dem Parkhaus. Allenfalls müssen Brotzer und sein Team den Gestaltungsplan nochmals verbessern, bevor er der Gemeindeversammlung zur Abstimmung vorgelegt werden kann.

Eine Bauzeit von einem bis zwei Jahre ist realistisch

Denn das letzte Wort dazu hat das Regensdorfer Stimmvolk. Wenn alles rundläuft, kommt der Gestaltungsplan im Dezember dieses Jahres vor die Gemeindeversammlung. Nimmt das Grossprojekt auch diese Hürde, so rechnet Brotzer mit dem Baustart Anfang 2023. «Die Erfahrung der Kollegen aus der Romandie, die einen kleineren Surfpark planen, hat uns gezeigt, dass ein bis zwei Jahre Bauzeit realistisch sind.»

Der Surfpark Alaïa Bay bei Sion wird im Mai eröffnet. Jener in Regensdorf voraussichtlich im Sommer 2024. Dann soll der 30'000 Quadratmeter grosse Erholungspark Surfer, Badegäste und Erholungssuchende empfangen. Es erwarten sie ein 22'000 Quadratmeter grosser See zum Wellensurfen mit Surfschule, ein Badesee und Anlagen für Beachvolleyball, Skate­bowl, Pumptrack, Boule, Fitness und Yoga.

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