Dietikon

Quartierfest abgesagt wegen Corona – fallen jetzt sogar alle Anlässe der Stadt aus?

Sagt die Stadt Dietikon heute alle ihre Anlässe bis Ende Jahr ab?

Sagt die Stadt Dietikon heute alle ihre Anlässe bis Ende Jahr ab?

Die Stadt Dietikon hat ihr Quartierfest im Gjuch abgesagt. Der «Limmattaler Zeitung» liegt zudem ein Schreiben vor, dem gemäss die Stadt Dietikon sogar alle ihre öffentlichen Anlässe bis Ende Jahr absagen wird. Grund dafür sind die steigenden Corona-Fallzahlen.

Die Stadt Dietikon – namentlich das Studio Dietikon – lässt ihr Quartierfest im Gjuch ausfallen. «Abgesagt!», steht in Grossbuchstaben auf der städtischen Website. Es bleibt voraussichtlich nicht bei diesem Einzelfall: Der «Limmat­taler Zeitung» liegt ein Schreiben vor, gemäss dem die Stadt Dietikon sogar alle ihre öffentlichen Anlässe bis Ende Jahr absagen wird. Grund dafür wären die steigenden Corona-Fallzahlen.

«Die Stadt Dietikon sagt aufgrund steigender Covid-19-Fallzahlen sämtliche öffentlichen Events dieses Jahr ab», heisst es in der E-Mail aus dem Umfeld der Stadtverwaltung. Die Stadt Dietikon will diese Information gegenüber der «Limmattaler Zeitung» zwar noch nicht bestätigen. Genauso wenig dementiert sie die Info aber. «Wir sind daran, eine Medienmitteilung zum ­Thema vorzubereiten», teilt die Stadt auf Anfrage mit. Eine zweite Quelle  aus dem Umfeld der Stadtverwaltung bestätigt gegenüber dieser Zeitung: Die Stadt wird zumindest die Mehrheit ihrer Anlässe bis Ende Jahr ab­sagen.

Der Dietiker Veranstaltungskalender enthält zahlreiche Anlässe, die von der Stadt mitorganisiert oder unterstützt werden. Wie viele werden nun abgesagt? Die Frage muss vorerst offenbleiben, zumindest von offizieller Seite im Stadthaus.

Klar ist: Die Stadt Dietikon ist in Sachen Corona auf der Hut. Stadtrat Heinz Illi (EVP) sagte Mitte August gegenüber der «Limmattaler Zeitung»: «Es ist eine gewisse Lockerheit aufgekommen. Es ist, als ob an das Coronavirus kein Gedanke mehr verschwendet wird.» Illi leitet die Gemeindeführungsorganisation (GFO). Diese ist sozusagen der Corona-Sonderstab der Stadt Dietikon.

«Aktuell bleibt nur die Hoffnung»

Muss nun die Gemeindeführungs­organisation (GFO) noch genau bestimmen, was abgesagt wird und was nicht? Was ist zum Beispiel mit den Anlässen im Chrüzacher? Wer alles ist vom ­bevorstehenden Kahlschlag im Dietiker Veranstaltungskalender betroffen? Welche Folgen hätte er für Anlässe, die zwar nicht direkt von der Stadt ­organisiert werden, denen diese aber nahe steht, sei es als Sponsor oder ­sonstiger Partner? Die Stadt arbeitet ihre Antworten noch aus, ihre Medienmitteilung wird mit Spannung erwartet.

Bereits vorgestern hatte die Gemeinde Oberengstringen mitgeteilt, dass sie ihr viertägiges Dorfplatzfest absagt, das heute hätte starten sollen. Oberengstringen reagierte damit auf verschärfte Corona-Regeln, die der Regierungsrat am Montag beschloss.

Feste, die später anstehen, legen sich noch nicht fest: «Aktuell bleibt nur die Hoffnung, dass wir unser Fest durchführen können», heisst es etwa auf der Website der Sichlete Dietikon, die vom 16. bis 18. Oktober stattfinden sollte. Bis Mitte September­ ­wollen die Organisatoren entscheiden. Nimmt die Stadt Dietikon den Entscheid vorweg? Was sie beschliesst, beobachten andere Veranstalter genau.

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