Oetwil
Ein bisschen Bella Italia in Oetwil – die Frühlingslounge zieht Jung und Alt an

Die «Grotto Lounge DuePosti» macht Lust auf Ferien in Italien. Die Menschen schätzen es, sich hier treffen zu können. Ob es die Beiz im kommenden Jahr wieder geben wird, ist noch offen.

Hans-Caspar Kellenberger
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Hier könnte man Ferien machen. Die Frühlingslounge in Oetwil bei der Gemeindescheune liegt mitten im Dorfzentrum.

Hier könnte man Ferien machen. Die Frühlingslounge in Oetwil bei der Gemeindescheune liegt mitten im Dorfzentrum.

Chris Iseli

Seit letztem Freitag ist Bella Italia im Oetwiler Dorfkern zu finden. Noch bis zum Samstag, 5. Juni, können in der «Grotto Lounge DuePosti» bei der Gemeindescheune Freunde der Schweiz und Italiens essen, trinken oder einfach nur entspannen. Das Ambiente ist einzigartig: Betritt man die Lounge, fällt einem sofort die sanfte Stimme Andrea Bocellis auf, die durch die Lautsprecher tönt und dem Gast das Glas Wein zwischen der Dorflinde und den alten Fachwerkhäusern versüsst.

Corinne Huber aus Widen hat die «Grotto Lounge DuePosti» für sich entdeckt.

Corinne Huber aus Widen hat die «Grotto Lounge DuePosti» für sich entdeckt.

Chris Iseli

Dann läuft Gemeindepräsidentin Rahel von Planta (FDP) an der Bar vorbei und sagt: «Ich bin der grösste Fan der Lounge.» Nach der Sitzung am Montagabend kam der gesamte Oetwiler Gemeinderat vom Gemeindehaus in die Lounge nebenan. Betrieben wird sie vom Ehepaar Sabine und Werni Barth sowie von Sabine Barths Bruder Stefan Rubendunst. Die Lounge hat sich innert kürzester Zeit beliebt gemacht.

Corinne Huber aus dem aargauischen Widen ist zum ersten Mal hier zu Gast und findet die «Grotto Lounge DuePosti» sehr schön. «Es zieht alle Menschen raus, das haben wir alle vermisst», sagt die 55-Jährige.

Ivana Osterhellweg freut sich, in der «Grotto Lounge DuePosti» aus dem Alltag rauszukommen.

Ivana Osterhellweg freut sich, in der «Grotto Lounge DuePosti» aus dem Alltag rauszukommen.

Chris Iseli

Das findet auch ihre Freundin Ivana Osterhellweg aus Rüschlikon. «Das gibt den Leuten die Möglichkeit, aus ihrem Alltag rauszukommen und bei schönem Wetter wegzugehen», sagt die 36-Jährige.

Das ist der Tenor bei allen Gästen der Frühlingslounge. Auch Martin Galliker (50) aus Oetwil findet das Angebot super. Die Lounge hat sich im Dorf einen Namen gemacht. «Ich höre nur Gutes darüber. Die Leute schätzen es, dass man sich wieder begegnen kann und dass etwas läuft im Dorf», sagt Galliker.

Martin Galliker aus Oetwil ist bereits zum zweiten Mal zu Gast in der Lounge.

Martin Galliker aus Oetwil ist bereits zum zweiten Mal zu Gast in der Lounge.

Chris Iseli

Das gilt auch für jüngere Gäste in der Lounge. Der 24-jährige Chomphon Inthaornphirom ist mit seinen Freunden hier. Er selbst wohnt in Weiningen. «Ich bin das erste Mal hier und finde es sehr entspannt. So, wie es sich am Feierabend gehört. Man fühlt sich wie in den Ferien», sagt Inthaornphirom.

Für die drei Betreiber ist der einzig negative Punkt, dass die Bar am 6. Juni bereits wieder abgebaut werden muss. «Das ist die perfekte Location, mit den Gemeindehäusern und der Linde», sagt Werni Barth. «Die Leute sagen, sie müssten so gar nicht mehr in die Ferien. Ich glaube, der Mix aus Italien und Schweiz gefällt den Menschen», sagt Barth.

Chomphon Inthaornphirom wohnt in Weiningen, kommt aber trotzdem am Feierabend hier in die Lounge nach Oetwil.

Chomphon Inthaornphirom wohnt in Weiningen, kommt aber trotzdem am Feierabend hier in die Lounge nach Oetwil.

Chris Iseli

Ob es die Bar im kommenden Jahr wieder geben wird? «Wenn nichts dazwischen kommt, dann ja. Wir würden gerne wieder eine Frühlingslounge machen», sagt Werni Barth. Der seit 1984 in der Schweiz lebende Deutsche, seine Frau Sabine und sein Schwager Stefan betreiben die Bar mit Herzblut. «Wir verdienen damit nicht unseren Lebensunterhalt, wir wollen Spass haben und den Menschen eine Freude machen. Der schönste Lohn ist die Dankbarkeit der Menschen, der finanzielle Teil ist sekundär», sagen sie. Für die Frühlingslounge hat Werni Barth zwei Wochen Ferien genommen. Denn Schichtwechsel gibt es keine. Die ganze Familie hilft indessen tatkräftig mit: Stefan Rubendunsts Tochter Noemi arbeitet zum Beispiel an der Bar.

Eine Familiensache: Werni Barth, Sabine Barth, Noemi und Stefan Rubendunst (v.l.n.r.) an ihrem Arbeitsort für eine Woche. Rubendunsts Tochter Noemi hilft jeden Tag an der Bar mit.

Eine Familiensache: Werni Barth, Sabine Barth, Noemi und Stefan Rubendunst (v.l.n.r.) an ihrem Arbeitsort für eine Woche. Rubendunsts Tochter Noemi hilft jeden Tag an der Bar mit.

Chris Iseli

Die «Grotto Lounge DuePosti» empfängt noch bis am Samstagabend Gäste. Am Sonntagmorgen um 1 Uhr wird die Lounge bei der Gemeindescheune schliessen. Hoffentlich nicht für immer. An den verbleibenden Tagen ist sie jeweils ab 17 Uhr geöffnet.

Noch bis am Freitagabend können Gäste in der «Grotto Lounge DuePosti» das Leben geniessen.

Noch bis am Freitagabend können Gäste in der «Grotto Lounge DuePosti» das Leben geniessen.

Chris Iseli

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