Oberengstringen
Überfallen im eigenen Haus: Drei Unbekannte rauben Familie aus und fliehen mit Beute

Am Mittwochmorgen wurde eine Familie in Oberengstringen in ihrem eigenen Haus überfallen und anschliessend ausgeraubt. Die unbekannten Täter fesselten drei Personen. Ein Bewohner wurde verletzt. Die Kantonspolizei ordnet die Tat als eher selten ein.

Laura Drott
Drucken
Teilen

Die Maskierten flüchteten in Richtung Unterengstringen. (Symbolbild)

Melissa Schumacher/ BRK News/ TeleZüri

Drei maskierte, dunkel gekleidete Männer läuteten in Oberengstringen am frühen Mittwochmorgen an der Haustür eines Reiheneinfamilienhauses. Wie die Kantonspolizei am Mittag mitteilte, überfielen die unbekannten Täter eine Familie in ihrem eigenen Haus. Bei Öffnung der Tür drangen diese unbefugt in den Flur ein. «Als es geläutet hat, ist jemand an die Tür gegangen. Sie sind zurückgedrängt worden und man hat dann den Hausherr überwältigt», sagt Stefan Oberlin, Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich, gegenüber TeleZüri.

Der 71-jährige Bewohner zog sich bei diesem Angriff bisher unbekannte Verletzungen zu. Weiter waren die Täter in der Lage, drei Personen zu fesseln. «Eine vierte hat man verschont, denn diese Person ist sehr sehr schwer krank. Darum hat man davon abgesehen, dass man sie auch noch fesselt», erklärt Oberlin.

Umfeld und Familie stehen unter Schock

Die Unbekannten durchsuchten im Anschluss an die Tortur das Haus und flohen mit erbeutetem Schmuck und Bargeld in Richtung Bushaltestelle Lanzrain, um nach Unterengstringen zu gelangen. Das Umfeld ist sichtlich bestürzt über den Vorfall, wie der Mediensprecher erläutert. Auch die direkte Nachbarin der Familie, Liliana Dragicevic, betont:

«Es ist sehr traurig, was hier passiert.»

Die Leute seien sicher sehr mitgenommen und im Moment auch sprachlos, über das, was dort geschehen ist, sagt Oberlin. Man rechne ja nicht damit, wenn man am Morgen jemanden erwartet und es läutet, dass plötzlich drei maskierte Männer vor einem stehen.

Der 71-Jährige Hausherr wurde nach dem Raubüberfall mit einem Rettungswagen ins Spital gebracht. Vor Ort waren die Kantonspolizei Zürich, Stadtpolizei Schlieren/Urdorf und das Forensische Institut Zürich.

«Eher selten bis sehr selten»

Stefan Oberlin ordnet das Geschehen gegenüber der «Limmattaler Zeitung» als «eher selten bis sehr selten» ein. Es sei durchaus schon einmal vorgekommen, aber auch nicht häufiger in letzter Zeit. Es handelt sich demnach um Einzelfälle. Hier gilt ebenfalls deutlich zu unterscheiden zwischen einem normalen Einbruch und dem Tathergang am Mittwoch. Mit einem Einbruch habe dies nichts zu tun, es sei ganz klar ein Raub gewesen.

Die Ermittlungen würden weiterhin laufen sowie auch eine Fahndung nach den drei Maskierten. Bisher konnte man diese noch nicht fassen. Zuerst müssten noch weitere Personen befragt werden, beispielsweise der 71-Jährige, der von den Tätern überwältigt wurde. «Der Mann befindet sich nach wie vor in Spitalpflege», sagt Oberlin. Auch die Spurenauswertung stehe noch aus, daher sind bis anhin noch keine weiteren Erkenntnisse gewonnen worden.

Personen, die Angaben zu diesem Überfall machen können, insbesondere zu den drei dunkel gekleideten und maskierten Männern, die Richtung Bushaltestelle Lanzrain (Kurs 304 und 308) gerannt sind, sollen sich bei der Kantonspolizei Zürich, Tel. 044 247 22 11, melden.

Aktuelle Nachrichten