Oberengstringen

Neubausiedlung am Lanzrain: Verdichtetes Bauen kommt voran

Die Baugenossenschaft Schönheim hat mit der ersten Etappe ihrer Neubausiedlung in Oberengstringen begonnen. Die Zeitkapsel zur Grundsteinlegung wurde feierlich vergraben.

Der symbolische Grundstein für das Projekt Lanzrain an der Zürcherstrasse in Oberengstringen ist gelegt. Am Mittwochmorgen versammelten sich Vertreterinnen und Vertreter der Baugenossenschaft Schönheim, der Gemeinde Oberengstringen, des Architekturbüros Haerle Hubacher und der GMS Partner AG auf der Baustelle. Roland Verardo, Präsident der Baugenossenschaft, in deren Auftrag die Überbauung entsteht, begrüsste die Anwesenden. Auf Imbiss und Apéro habe aufgrund der aktuellen Umstände leider verzichtet werden müssen. Er freue sich aber, dass die Grundsteinlegung in kleinem Rahmen stattfinden könne.

23 Wohnungen mehr als zuvor

Insgesamt werden an der Zürcherstrasse und der Rebbergstrasse die fünf bisherigen Gebäude in zwei Etappen durch drei neue ersetzt. Die Anzahl Wohnungen steigt dabei von 44 auf neu 69. Die Siedlung im Gebiet Lanzrain soll als Beispiel für verdichtetes Bauen dienen. Seit seiner Präsentation im Jahr 2018 erfuhr das Projekt nur kleine Veränderungen. Die Gebäude werden im Minergie-Eco-Standard zertifiziert. In Weiterführung des Eco-Gedankens entstehe auch ein Nichtraucher­gebäude, sagte Verardo. Er erklärte zudem, dass die Grundsteinlegung nicht mehr wie früher stattfinde. Stattdessen werde eine Zeitkapsel vergraben. «Es hat eine symbolische Bedeutung», sagt Verardo.

«Für die Gemeinde Oberengstringen ist die Überbauung wichtig», sagte Gemeindepräsident André Bender (SVP). Es stelle ein Leuchtturmprojekt dar. Da man sich im Moment mit der Revision der Bau- und Zonenordnung beschäftige, gehe es auch darum, den Eigentümern in der Gemeinde zu zeigen, wie ein Mehrwert generiert werden könne. Bender bedankte sich bei der Baugenossenschaft für den Mut zum Projekt und überreichte als Geschenk zwei Flaschen Wein aus dem Rebberg in Oberengstringen. Auch Architektin Sabina Hubacher wandte sich an die Anwesenden und lobte die Kommunikation mit allen Beteiligten. Es sei auch wichtig gewesen, dass die Anwohner immer entsprechend informiert worden seien. «Wir machen das für die Leute, die hier wohnen», sagte Hubacher. Sie freue sich darum, dass hier etwas entstehe, was Bestand haben werde. Nach den Ansprachen wurde die Zeitkapsel befüllt. Jahresberichte und eine Festschrift der Baugenossenschaft wurden in die Metalltruhe gelegt. Auch eine Maske und der Situationsbericht des Bundesamts für Gesundheit sollten der Nachwelt nicht vorenthalten werden. Zum Schluss wurde die Zeitkapsel feierlich vergraben.

2022 sind die ersten Wohnungen bezugsbereit

Der Bau der ersten Etappe wird bis ins Jahr 2022 andauern. Die Bewohnenden, die in den abgebrochenen Häusern wohnten, seien schon früh über die Vorgänge informiert worden, sagte Roland Verardo. So hätten alle frühzeitig neue Wohnungen finden können – einige auch in anderen Schönheim-Siedlungen.

In der neuen Überbauung entstehen nun 23 Wohneinheiten. Nach Fertigstellung werden die meisten Anwohner, die zurzeit noch in den 28 verbleibenden Wohnungen wohnen, in die neue Überbauung umziehen. Anschliessend werde mit den Bauarbeiten für die zweite Etappe begonnen. Im Frühjahr 2025 soll die ganze Neubausiedlung bezugsbereit sein.

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