Mein Ding: Linedance
«Für mich ist Linedance pure Lebensfreude»: Die Dietikerin Daniela Böni bringt anderen das Tanzen bei

Die 61-jährige Daniela Böni aus Dietikon hat vor einigen Jahren den Linedance für sich entdeckt und gründete Anfang 2018 ihren eigenen Verein Fit 4 Fun Linedancers. Obwohl beim Linedance viel Konzentration erforderlich ist, steht für sie der Spass im Vordergrund.

Muriel Daasch
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Daniela Böni gründete Anfang 2018 den Verein Fit 4 Fun Linedancers.

Daniela Böni gründete Anfang 2018 den Verein Fit 4 Fun Linedancers.

Severin Bigler

Bei einem Schnupperkurs mit tollem Tanzlehrer wurde die Dietikerin Daniela Böni im Jahr 2016 vom Linedancefieber gepackt. Nachdem sie in den darauffolgenden eineinhalb Jahren dort in die Tanzstunden gegangen war, verspürte sie ein Bedürfnis nach mehr.

«Es wurde auf eine Art zu einfach für mich und war keine Herausforderung mehr, da wir immer wieder von vorne anfingen, damit auch solche mitkamen, die neu dazugestossen waren», sagt die 61-Jährige. So kam es dazu, dass sie und drei andere Frauen sich zusammenschlossen und anfingen, sich selbst neue Tänze beizubringen.

Anfang 2018 ging Böni dann einen Schritt weiter und schrieb einen Schnupperkurs aus. «Ich wurde sofort überrannt mit Anmeldungen», sagt sie. Damit wurde auch gleichzeitig ihr Verein Fit 4 Fun Linedancers ins Leben gerufen.

Allein, aber doch in der Gruppe

«Für mich ist Linedance pure Lebensfreude», sagt Böni. Man tanze zu cooler Musik mit lässigen Leuten. Faszinierend am Linedance findet sie auch, dass man zwar den Körper bewegt, aber mit dem Abrufen der Tanzschritte gleichzeitig das Gedächtnis trainiert.

«Was den Linedance sicher ausmacht, ist, wie der Name schon sagt, die Aufstellung und das Tanzen in Reihen neben- und hintereinander», sagt Böni. Speziell im Vergleich zu anderen Tanzarten sei auch, dass man solo, aber trotzdem in der Gruppe tanzt, sagt sie. Ausserdem spiele das Alter beim Linedance keine Rolle: «Unsere älteste Tänzerin ist 84 Jahre alt und die jüngste 26», sagt Böni.

Jeden Mittwochmorgen tanzt die Gruppe Irish Stew unter Daniela Bönis Leitung in der Dietiker Stadthalle oder bei schönem Wetter auch draussen hinter der Stadthalle.

Jeden Mittwochmorgen tanzt die Gruppe Irish Stew unter Daniela Bönis Leitung in der Dietiker Stadthalle oder bei schönem Wetter auch draussen hinter der Stadthalle.

Severin Bigler

Im ersten Jahr nach der Gründung des Vereins bot Böni zuerst nur einmal in der Woche einen Linedancekurs an. Danach weitete sie das Angebot immer weiter aus und mittlerweile besteht es aus sieben verschiedenen Kursen mit Namen wie Cowboy Boogie, Honky Tonk oder Happylinedancers.

Die einzelnen Tanzschritte sind genau festgelegt

«Obwohl ich das Programm vorgebe, hat sich jede Gruppe mit der Zeit in eine bestimmte Richtung entwickelt», sagt Böni. «Die einen wollen beispielsweise eher Countrymusik und andere mögen es mehr, zu südamerikanischen Liedern oder Italo-Pop zu tanzen», sagt sie.

Da nur fortgeschrittene Personen zu den bestehenden Kursen hinzustossen können, ändert sich die Gruppenformation nur selten, und so festigt sich laut Böni innerhalb einer Gruppe meist eine Stilrichtung.

Gemäss Böni ist die Abfolge der einzelnen Tanzschritte beim Linedance ganz genau in einer Choreografie festgelegt. «Die meisten Choreografien werden für ein bestimmtes Lied geschrieben, weshalb international zu denselben Liedern auch oft die gleichen Schrittabfolgen getanzt werden», sagt Böni.

Daniela Böni bereitet es grosse Freude, anderen den Linedance beizubringen.

Daniela Böni bereitet es grosse Freude, anderen den Linedance beizubringen.

Severin Bigler

Ab September wird der Verein einen eigenen Tanzraum haben

Auch wenn beim Linedance viel Konzentration erforderlich ist, ist für Böni die Hauptsache, dass die Tänzerinnen und Tänzer Spass daran haben:

«Für mich ist es das Schönste, wenn jemand eine Schrittfolge plötzlich raushat und ich die Freude in den strahlenden Augen sehe.»

Erst kürzlich hatten die Fit 4 Fun Linedancers einen Auftritt am Dietiker Sommerfest und auch in der Vergangenheit sind sie schon einige Male an verschiedenen Anlässen aufgetreten. «Wir geniessen es, ab und zu einen Auftritt zu haben, aber das steht bei uns überhaupt nicht im Vordergrund», sagt Böni.

Die Gruppen trainieren zurzeit noch an verschiedenen Orten in Dietikon, wie in der Stadthalle oder bei schönem Wetter auch draussen. Ab nächstem September hat Böni ihren eigenen Tanzraum in der Stadt und kann deshalb in Zukunft alle Kurse dorthin verlegen. «Für mich bedeutet das viel mehr Flexibilität, weil ich nun die Kurse zu jeder Zeit und vor allem auch vermehrt tagsüber durchführen kann», sagt sie. Aus diesem Grund plant Böni, ab September auch neue Anfängerkurse zu starten.