Limmattal
Kein Feuerwerk am 1. August: Dietikon beschliesst nach Urdorf als zweite Gemeinde ein generelles Feuerverbot

Am Dienstag sprach Dietikon ein Feuerverbot für das gesamte Gemeindegebiet aus, das ab Mittwochmittag in Kraft tritt, und folgt damit auf Urdorf. Die übrigen Limmattaler Gemeinden haben diesbezüglich noch keine Entscheidung getroffen.

Muriel Daasch
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In den Gemeinden Urdorf und Dietikon wird es dieses Jahr am 1. August kein Feuerwerk geben.

In den Gemeinden Urdorf und Dietikon wird es dieses Jahr am 1. August kein Feuerwerk geben.

Alexandra Wey

Ab Mittwoch um 12 Uhr gilt auf dem ganzen Dietiker Stadtgebiet ein generelles Feuerverbot, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Damit wird auch das Abbrennen von Feuerwerk am Nationalfeiertag im Bezirkshauptort nicht erlaubt sein. Grund dafür sind die warmen Temperaturen und die vorherrschende Trockenheit der vergangenen Wochen.

Das Verbot gilt bis auf Widerruf. Voraussetzung für die Aufhebung seien ausgiebiger und flächendeckender Regen sowie zurückgehende Temperaturen. Danach sieht es aktuell aber nicht aus: Die Wetteraussichten für die kommenden Tage würden auf eine weitere Verschärfung der Brandgefahr hindeuten, heisst es weiter in der Mitteilung.

Dietikon ist die zweite Gemeinde im Bezirk, die ein allgemeines Feuerverbot ausgerufen hat. In Urdorf trat ein solches bereits seit letzten Donnerstag in Kraft, wie der Gemeinderat gleichentags mitteilte. Ebenfalls am Donnerstag hatte der Regierungsrat im ganzen Kanton Zürich ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe verhängt.

Sowohl in Urdorf als auch in Dietikon sind zurzeit also offene Feuer auf Grillplätzen, Gärten oder Balkonen sowie das Grillieren mit Grillgeräten, die mit Holz, Kohle oder Holzkohle betrieben werden, bis auf weiteres verboten. Nur die Verwendung von Elektro- oder Gasgrills ist erlaubt. Im Hinblick auf den 1. August sind auch Höhenfeuer und das Abbrennen von Feuerwerk verboten.

So erklärt die Stadt Dietikon ihr Feuerverbot.

So erklärt die Stadt Dietikon ihr Feuerverbot.

zvg

Die weiteren Limmattaler Gemeinden warten ab

Die übrigen Gemeinden im Limmattal richten sich bislang nach dem vom Kanton erlassenen Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe. Auf Kantonsebene gilt weiterhin die Waldbrandstufe 4 von 5. Nach aktuellem Stand wäre das Abbrennen von Feuerwerk am Nationalfeiertag mit einem Mindestabstand von 200 Metern zum Wald erlaubt.

Die Gemeinden Weiningen, Bergdietikon und Uitikon sagen auf Anfrage, dass im Moment kein generelles Feuerverbot in Planung sei und man sich nach den Bestimmungen des Kantons richte. Geroldswil, Oetwil, Birmensdorf, Schlieren, Aesch sowie Oberengstringen und Unterengstringen konnten bezüglich einer möglichen Ausdehnung des Feuerverbots in ihrer Gemeinde noch keine Auskunft geben.

Kantonsweit haben diverse weitere Gemeinden wie Uster, Bülach oder Dietlikon ebenfalls Feuerverbote ausgesprochen. Obwohl der Kanton die Waldbrandgefahr noch von Stufe 4 auf 5 anheben kann und dies auf dem Papier einem generellen Feuerverbot und somit einem Feuerwerksverbot gleichkommt, können nur die Gemeinden selbst ein solches auch durchsetzen.

In Paragraf 18 steht zwar geschrieben, dass «bei Dürre und grosser Trockenheit allgemein verboten werden kann, Feuerwerk abzubrennen und offenes Feuer zu entzünden». Der Kanton ist jedoch nur für die Wälder und die Flächen in der Nähe von Wäldern zuständig. Dort sind Feuerwerk und offene Feuer auch bereits verboten. Für das restliche Gebiet, auch die Siedlungsflächen, sind jedoch die Städte und Gemeinden selber zuständig. Hintergrund dieser Bestimmung ist, dass diese am besten wissen, welche Massnahmen zum Brandschutz auf ihrem Territorium aktuell notwendig sind.

In anderen Kantonen wie Schaffhausen ist der Brandschutz anders geregelt. Dort können generelle Feuerverbote für das gesamte Kantonsgebiet verhängt werden, wie etwa im Nachbarkanton Schaffhausen. (liz/sda)