Urdorf
Kantonspolizei baut aus – Regierungsrat steckt 12,6 Millionen Franken in den Stützpunkt bei der Autobahn

Verkehrsstützpunkt der Kantonspolizei ist in die Jahre gekommen. Regierungsrat genehmigt Sanierung und Ausbau. Arbeiten starten 2021.

David Egger
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Beim Verkehrsstützpunkt Urdorf hat die Kantonspolizei Zürich unter anderem ihre Wasserwerfer stationiert.

Beim Verkehrsstützpunkt Urdorf hat die Kantonspolizei Zürich unter anderem ihre Wasserwerfer stationiert.

LiZ/deg

Die Kantonspolizei hat zu wenig Platz. Darum will sie ihr Dienstgebäude an der Werkhof­strasse 5 in Urdorf ausbauen: Es wird aufgestockt, schreibt der Zürcher Regierungsrat in seinem Beschluss, mit dem er total 12,6 Millionen Franken für das Projekt genehmigt hat.

Weiter will der Kanton das Dienstgebäude, die Werkhalle und die Einstellhalle instandsetzen. Die drei Gebäude wurden zwischen 1983 und 1986 erstellt. «Namentlich die Wärmedämmung, die Wärmeerzeugung und die übrige Gebäudetechnik entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Auch in den Bereichen Altlasten ­(Asbest), Erdbebensicherheit und Brandschutz sind Sanierungen unabdingbar», schreibt die Regierung.

Auch die Sicherheit im Polizei­gebäude soll erhöht werden. Beispiel: Die Abstands­zellen, in denen Verhaftete vorübergehend untergebracht werden, sind heute auf drei Stockwerke verteilt. Erreichbar sind sie nur über das ganz normale Treppenhaus. Diese «gemischte Nutzung» des Treppenhauses, wie es die Planer vom Kanton nennen, verstösst gegen die heutigen Sicherheitsregeln der Kantonspolizei. Neu werden daher alle Abstandszellen zusammen mit den Einvernahmebüros im Erdgeschoss angeordnet. «Sie bilden so eine eigene Sicherheitszone, die von den übrigen Räumen klar getrennt ist.»

Auch in Sachen Klima soll die Kantonspolizei in Urdorf einen Beitrag leisten: Eine Pelletsheizung ersetzt die Öl­heizung. Zudem produziert die Polizei neu Strom: Die ­Dächer von Dienstgebäude, Einstell­halle und Werkhalle werden mit Photovoltaikanlagen bestückt. «Die Wirtschaftlichkeit dieser Anlagen konnte nachgewiesen werden», hält der Regierungsrat hierzu fest. Will heissen: Der Polizeistrom wird mit der Zeit Gewinn abwerfen.

Die Architekten sind die gleichen wie beim Stützpunkt Hinwil

Die Bauarbeiten sollen im April 2021 beginnen und etwa bis Oktober 2022 dauern, teilte am Donnerstag ein Sprecher der kantonalen Baudirektion auf Anfrage der «Limmattaler ­Zeitung» mit. Damit auch während der Bauarbeiten für Recht und Ordnung gesorgt ist, zügeln die Angestellten in ein Provisorium aus Containern. Es wird neben dem Dienst­gebäude stehen. Im Verkehrsstützpunkt Urdorf arbeiten total rund 50 Polizistinnen und Polizisten der Polizeiregion Limmat­tal/Albis, zudem arbeiten der ­Materialdienst und der Fahrzeugdienst der gesamten Kantonspolizei dort.

Die Planungsarbeiten für das Projekt waren bereits 2018 ausgeschrieben worden (die «Limmattaler Zeitung» berichtete). Es wird nun vom Büro ­Hodel Architekten aus Wetzikon umgesetzt. Das gleiche Architekturbüro hatte schon die ­dieses Jahr abgeschlossene ­Sanierung und Erweiterung
des Kantonspolizei-Stützpunkts Betzholz in Hinwil entworfen.

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