Dietikon
Im Ruggacker laden die Evergreens zum Tanz ein

Am musikalischen Nachmittag im Alters- und Gesundheitszentrum Ruggacker herrscht fröhliche Stimmung.

Thomas Mathis
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 Schlager und Evergreens reissen die Senioren mit.
 Die Seniorinnen geniessen es, wenn Sänger Claudio De Bartolo mit ihnen flirtet.
 Wer nicht tanzt, klatscht mit viel Freude im Takt mit.

Thomas Mathis

Der Star des musikalischen Nachmittags im Alters- und Gesundheitszentrum Ruggacker in Dietikon ist der Sänger Claudio De Bartolo. Mit dem Mikrofon in der Hand geht er von Tisch zu Tisch. Sowohl die Bewohner als auch die Senioren, die von nah und fern angereist sind, geniessen es, wenn er neben ihnen singt. Aus dem Lautsprecher tönt derweil Retortenmusik, die er mit Gesang ausschmückt. Da sind Schlager und Evergreens wie zum Beispiel «Ein Stern, der deinen Namen trägt» oder «Der letzte Sirtaki» zu hören. Auch Schweizer Melodien fehlen nicht. Die kleine Niederdorfoper findet ebenso ins Programm wie das Lied von der Landi 1939.

Wegen der sommerlichen Wärme wagen sich nur zwei Tanzpaare auf das Parkett. An anderen Nachmittagen sind es jeweils deutlich mehr Senioren, die das Tanzbein schwingen. Dafür serviert das Ruggacker-Team an diesem Mittwochnachmittag viel Wasser, Kaffee und Glaces. Von den Senioren, die einen Platz am Rande des Parketts ergattert haben, werden die Tanzpaare mit Klatschen angefeuert. Mit dabei sind auch einige Betreuerinnen, die sich dazwischen gesetzt haben. Immer wieder schaut De Bartolo vorbei und singt von Liebe und Sehnsucht. «Ich trete gerne im Ruggacker auf», sagt er. Es komme zu vielen schönen Momenten, wenn er zu den Senioren hingehe und sehe, wie eine Sonne aufgeht.

Techno, Klassik und Ländler

Zum Auftritt von De Bartolo gehört immer auch eine Portion Schalk. Das mögen vor allem die Seniorinnen. «Besonders die fröhliche und lustige Atmosphäre gefällt mir», sagt eine Bewohnerin. Der Alleinunterhalter treffe ihren Geschmack jedes Mal, weil er immer viele Lieder von früher spiele. Dem stimmen auch die anderen Senioren zu, obwohl die Musikinteressen nicht breiter gestreut sein könnten. Den einen gefällt Techno, andere hören lieber klassische Klavierstücke oder volkstümlichen Ländler. Auch ihre Beziehungen zur Musik sind mannigfaltig. Einige haben früher im Frauenchor mitgesungen, Schwyzerörgeli gespielt oder waren echte Tanzfüdlis.

Umfrage: Welche Beziehung zur Musik haben Sie?

Heidi Haller «Der Musikgeschmack von mir ist sehr vielseitig. Mir gefallen die Lieder von früher, aus der Zeit, in der ich noch regelmässig auf den Tanz ging. Hier in Dietikon gab es viele Feste, bei denen man das Tanzbein schwingen konnte.»
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Rosmarie Witschi «Mein Lieblingslied ist das bekannte Stück ‹Tulpen aus Amsterdam›. Ich bin aber auch ein Fan von Techno. Diese Musik kann ich allerdings nicht einen ganzen Tag lang hören. Ebenso gefallen mir Operetten.»
Heidi Burdet «Ich höre ganz unterschiedliche Musik, von Volksmusik bis Klassik. Ein Lieblingslied habe ich nicht. Am schönsten finde ich fröhliche Stücke. Früher, als ich noch ledig war, habe ich Klavier gespielt. Heute geht das nicht mehr.»
Peter Maurer «Schon zum dritten Mal bin ich für den Musiknachmittag ins Ruggacker gekommen. Besonders gut gefällt mir die Schlagermusik. In jüngeren Jahren bin ich manchmal Sängern nachgereist, zum Beispiel nach Sargans.»

Heidi Haller «Der Musikgeschmack von mir ist sehr vielseitig. Mir gefallen die Lieder von früher, aus der Zeit, in der ich noch regelmässig auf den Tanz ging. Hier in Dietikon gab es viele Feste, bei denen man das Tanzbein schwingen konnte.»

Thomas Mathis

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