Geroldswil
Littering auf dem Sportplatz: Gemeinde kämpft weiter gegen Unrat und Vandalismus

Das Abfallproblem in Geroldswil nimmt kein Ende. Jüngst war die Sport- und Freizeitanlage Werd betroffen. Die Gemeinde bittet um Rücksichtnahme und droht Fehlbaren mit Anzeige.

Sibylle Egloff
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Die neuesten Littering-Vorfälle ereigneten sich bei der Sport- und Freizeitanlage Werd.

Die neuesten Littering-Vorfälle ereigneten sich bei der Sport- und Freizeitanlage Werd.

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Die Überbauung Huebegg im Zentrum von Geroldswil gilt als Hotspot für Littering und Vandalismus. Seit der Eröffnung des Parkhauses und dem Einzug der Mieterinnen und Mieter im Oktober 2020 wird die Liegenschaft von Vandalen heimgesucht. Motorradrennen in der Tiefgarage, Graffiti in der Parkhauseinfahrt und ein WC-Brand sind die bisherigen Höhepunkte der zahlreichen Vorkommnisse. Die Gemeinde ergriff Massnahmen im Kampf gegen die Zerstörung, brachte unter anderem ein Rollgittertor in der Tiefgarage an.

Das Problem zeigt sich aber auch auf der Sport- und Freizeitanlage Werd in Geroldswil. Nach dem Pfingstwochenende zeugte herumliegender Abfall davon. Es müsse erneut festgestellt werden, dass die Anlage wortwörtlich mit Füssen getreten und keine Rücksicht genommen werde, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung und zeigt Bilder von Abfallbergen und verteiltem Unrat.

Abfallberge trotz Mülleimer: Das Littering-Problem in Geroldswil nimmt kein Ende.

Abfallberge trotz Mülleimer: Das Littering-Problem in Geroldswil nimmt kein Ende.

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Die Gemeinde fragt sich: «Muss das sein?» Es habe genügend Abfalleimer, denn schliesslich würden alle Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinde Geroldswil die Sport- und Freizeitanlage sicher und sauber nutzen und geniessen wollen. Im Weiteren werde mit verschiedenen Plakaten auf die Problematik hingewiesen. Betroffen macht die Gemeinde das Phänomen im Werd auch, weil sie dort bald einen Calisthenicspark namens «Outdoor Fitness Werd» eröffnen wird.

Littering verursacht unnötige Kosten

Die Gemeinde macht zudem auf die Folgen der Behebung des Fehlverhaltens aufmerksam. «Die immer wiederkehrenden Ereignisse im Bereich Vandalismus und Littering führen zu erhöhten Kosten im Bereich der Sicherheit sowie beim Unterhalt der Sportanlagen.» Die daraus folgenden Massnahmen müssten mit Verwaltungsaufwand geplant und umgesetzt werden, was wiederum zu Kosten führe, welche durch die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler finanziert werden müssten.

Die Gemeinde ist sich sicher: «Die finanziellen Mittel können sinnvoller eingesetzt werden.» Sie bittet die Bevölkerung, sie im Kampf gegen Littering und Vandalismus zu unterstützen und sich mit Hinweisen und Meldungen von Ereignissen an die Gemeindepolizei zu wenden. Die Fälle würden zur Anzeige gebracht.

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