Dietikon

Gefährlich entzündlich: Feuerwehr rückte wegen tropfendem Chemiefass aus

Die Einsatzkräfte trugen Schutzanzüge mit Masken.

Die Einsatzkräfte trugen Schutzanzüge mit Masken.

Die Feuerwehr wurde gerufen, da bei der Güterstrasse in Dietikon ein Chemiefass mit entzündlicher Flüssigkeit leckte.

In der Nacht auf Mittwoch tropfte chemische Flüssigkeit aus einem Transportfass auf einem Eisenbahnwagen bei der Güterstrasse. Die Dietiker Feuerwehr und die für Chemieunfälle zuständige Gruppe von Schutz und Rettung Zürich pumpten die entzündliche Flüssigkeit aus dem havarierten Fass. «Es lief alles nach Plan. Nach rund drei Stunden war der Einsatz erledigt», sagt Roger Wiederkehr, Stabsoffizier der Dietiker Feuerwehr. Dabei hätten sie besonders darauf geachtet, dass die chemische Flüssigkeit nicht ins Erdreich gelangte und nicht Feuer fing, sagt er. Die Feuerwehr Dietikon stand mit neun Personen im Einsatz. Sie hätten primär für die Sicherheit der Fachpersonen in der Nähe der chemischen Flüssigkeit gesorgt. Zu diesem Zweck hätten sie einen dreifachen Brandschutz aufgebaut. Dabei stellt die Feuerwehr die Löschmittel Wasser, Pulver und Schaum zum Einsatz bereit. «Ohne einen solchen Schutz ist kein sicheres Arbeiten an der Front möglich», sagt Wiederkehr. Zum Selbstschutz vor ausgetretenen Flüssigkeiten und Dämpfen mussten die Einsatzleistenden zudem Masken und Chemieschutzanzüge tragen.
Seit einigen Jahren ist Schutz und Rettung Zürich der Chemiewehrstützpunkt für den Bezirk Dietikon. Die lokale Feuerwehr wird bei Chemieunfällen jeweils als Unterstützung beigezogen. Das leckende Fass am Mittwoch war der erste Chemieeinsatz für die Feuerwehr Dietikon in diesem Jahr. Insgesamt wurde die Dietiker Feuerwehr im laufenden Jahr an 122 Einsätze gerufen. (lyl)

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