Weiningen/Geroldswil
Fahrweidstrasse wird aufgewertet – vorerst erst im nördlichen Teil

Durchgehende Velospuren, Bushaltestellen auf der Fahrbahn und eine Baumreihe: Am Montag starten die Arbeiten, welche die Gemeinderäte von Weiningen und Geroldswil vorgezogen haben.

LiZ
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Die Fahrweidstrasse soll für die Quartierbevölkerung attraktiver und sicherer gestaltet werden durch durchgehende Velospuren, Bushaltestellen auf der Fahrbahn und einer Baumreihe.

Die Fahrweidstrasse soll für die Quartierbevölkerung attraktiver und sicherer gestaltet werden durch durchgehende Velospuren, Bushaltestellen auf der Fahrbahn und einer Baumreihe.

Archivbild: Sandra Ardizzone

Die Fahrweidstrasse soll für die Quartierbevölkerung attraktiver und sicherer gestaltet werden: Die Gemeinden Geroldswil und Weiningen haben von langer Hand ein entsprechendes Projekt gemeinsam entwickelt, das zeitlich parallel mit dem Projekt der Umfahrung Niederholzstrasse umgesetzt werden sollte. Diese Umfahrungslösung, die unter anderem auch von der Eröffnung der dritten Gubriströhre abhängig ist, wird der Kanton Zürich aber erst im Zeitraum 2023–2025 realisieren. «Die Gemeinderäte von Weiningen und Geroldswil sind sich einig: So lange soll die Bevölkerung der Fahrweid nicht mehr warten müssen», schreiben die Behörden in einer gemeinsamen Medienmitteilung vom Mittwoch. «Daher wird das Teilprojekt Fahrweidstrasse Nord ab Gärtliweg vorgezogen.»

Am kommenden Montag beginnen die Arbeiten, die der Fahrweidstrasse – vorerst erst auf ihrem nördlichen Teil – ein neues Gesicht geben werden. Die Arbeiten in diesem Bereich dauern bis im Herbst. Die Umgestaltung im südlichen Bereich der Fahrweidstrasse inklusive Niederholzstrasse erfolgt nach heutiger Planung im Jahr 2025.

Bushaltestellen-Versetzung: Anpassungen nach Kritik

Vorgesehen sind gemäss Mitteilung unter anderem durchgehende Velospuren, eine Verbreiterung des Gehwegs und eine schattenspendende Baumreihe. «Entlang der Fahrweidstrasse wird zudem der Strassenbelag erneuert, was lärmreduzierende Wirkung hat», heisst es weiter. Die Strassenbeleuchtung wird komplett durch energieeffiziente LED-Leuchten ersetzt und für den neu gestalteten Strassenraum optimiert.

Schliesslich werden auch die Bushaltestellen in der Fahrbahn platziert. «Das dient dem Verkehrsfluss», heisst es in der Mitteilung. Zudem erhöhe dies die Verkehrssicherheit; riskante Überholmanöver, die aussteigende und die Strasse überquerende Buspassagiere gefährden, würden dank Inseln in der Strassenmitte verhindert.

Die Bushaltestelle Au in Fahrtrichtung Geroldswil wird um 100 Meter versetzt und mit einer Fussgängerquerung mit Schutzinsel ausgestaltet. Dies stiess bei der Bevölkerung auf Unverständnis, da so der direkte Zugang zum Gärtliweg in Frage gestellt war. Das Anliegen der Bevölkerung sei in die Projektierung aufgenommen worden, heisst es in der Mitteilung. «Ein direkter und gesicherter Fussgängerzugang über die Fahrweidstrasse direkt zum Gärtliweg soll mit dem Projekt Fahrweidstrasse Süd realisiert werden.»

Für das erste Teilprojekt – die Sanierung und Aufwertung des Strassenraums Fahrweid Nord – wird mit Investitionskosten von 3,25 Millionen Franken gerechnet. Der Gemeinderat Geroldswil hat einen Kredit von 1,75Millionen genehmigt. Die Gemeinde Weiningen, die im nördlichen Bereich einen kürzeren Strassenverlauf hat, sieht 1,5 Millionen vor.

Die Fahrweidstrasse bleibt offen – weiterhin im Einbahnregime

Am Verkehrsregime ändert sich durch die startenden Bauarbeiten nichts. Im Quartier, in dem in den vergangenen Jahren bereits die Entwässerung erneuert wurde und Werkleitungen für Wasser und Fernwärme gebaut wurden, bleibt es für den Individualverkehr beim durch die Baustellen bereits eingerichteten Einbahnverkehr in Richtung Süden. Der Bus fährt weiterhin im Gegenverkehr. «Absehbare Verkehrsbehinderungen bleiben gering», heisst es in der Mitteilung. Einzig für die Deckbelagsarbeiten werde dann eine Sperrung der Strasse notwendig sein.

Die anstehende Sanierung und Aufwertung des Strassenraums wird für weitere Infrastrukturausbauten genutzt. So werden ab kommenden Montag auch die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich mit Arbeiten an ihrem Trassee beginnen. Diese dienen der Stromversorgung im Limmattal. Die Gemeinden Geroldswil und Weiningen wenden sich derweil in einem ersten Schritt der öffentlichen Beleuchtung im Bereich des östlichen Gehwegs entlang der Fahrweidstrasse zu. Die effektiven Strassenbauarbeiten starten Mitte April und werden etappenweise ausgeführt. Ziel ist es, dass im Herbst 2021 die Arbeiten des gesamten nördlichen Strassenraumprojekts in der Fahrweidstrasse abgeschlossen sind.