Dietikon
1,4 Millionen für Neugestaltung: Grosse Dächer verteuerten die Arbeiten am Zentralschulhaus

Der 2018 erneuerte Pausenplatz des Dietiker Zentralschulhauses war dank Einsparungen bei den Tiefbauarbeiten nur minimal teurer als erwartet. Das zeigt die neu veröffentlichte Bauabrechnung.

Florian Schmitz
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Die Einweihung des neuen Pausenplatzes des Zentralschulhauses fand im Mai 2018 statt. (Archivbild)

Die Einweihung des neuen Pausenplatzes des Zentralschulhauses fand im Mai 2018 statt. (Archivbild)

Cynthia Mira

Bereits in den 1980er- und 90er-Jahren wurde über eine Sanierung und Neugestaltung des Pausenplatzes des Zentralschulhauses in Dietikon diskutiert. Der Aussenraum der Schulanlage war lange sanierungsbedürftig und nicht mehr zweckdienlich, weil über 50 Jahre nichts mehr investiert wurde. Im Mai 2018 konnte schliesslich der neu gestaltete Pausenplatz fertiggestellt und der Schule und Öffentlichkeit übergeben werden.

Die Planung und Umsetzung hat insgesamt knapp 1,4 Millionen Franken gekostet, wie aus der nun veröffentlichten Bauabrechnung hervorgeht. Im Dezember 2016 hatte der Gemeinderat einen Kredit von 1,34 Millionen Franken für die Arbeiten bewilligt. Dazu kommt ein 2012 bewilligter Planungskredit von 48000 Franken. Damit liegen die Ausgaben 12350 Franken beziehungsweise 0,9 Prozent über der gesprochenen Gesamtkreditsumme.

Mehr- und Minderkosten halten sich die Waage

Der Stadtrat schreibt in seinem Bewilligungsantrag an den Gemeinderat:

«Stark vereinfacht und etwas reduziert dargestellt gab es zwei grosse Abweichungen im Vergleich zur Kostenschätzung, die sich gegenseitig praktisch aufheben.»

Dieser wird an einer seiner nächsten Sitzungen über die Bauabrechnung ­befinden. Die Tiefbaukosten konnten deutlich unter der Kostenschätzung vergeben und abgerechnet werden. Deshalb blieben die gesamten Ausgaben für die Tiefbauarbeiten mit gut 590000 fast 225000 Franken unter den Erwartungen.

Dafür wurden die drei grossen Pausenplatzdächer deutlich teurer als die kalkulierten 75000 Franken. Grund für die Mehrkosten von knapp 210000 Franken sei die ursprüngliche Annahme gewesen, dass die Pausendächer in einfacher Ausgestaltung vom Landschaftsarchitekten geplant und realisiert werden könnten.

Um die Sicherheit zu gewährleisten, hätten die grossen Dächer aber eine stabile Konstruktion aus Betonpfeiler und einem Stahlträgerdach benötigt. Für diese existierten laut Stadt in dieser Grösse keine vorgefertigten, preiswerten Normprodukte. Die komplexere Planung führte bei den vorgesehenen Honorarkosten von 5000 Franken für den Landschaftsarchitekten zu Mehrausgaben von gut 41000 Franken. Dies unter anderem, weil auch ein Bauingenieur zugezogen werden musste.

Leerrohre wurden für mögliche Videoüberwachung verlegt

Auch mögliche künftige Nutzungen machten die Dacharbeiten teurer. So wurden bei den Stützen der Dächer zusätzlich Steckdosen für die zukünftige Pausenplatznutzung installiert. Und auch Leerrohre wurden verlegt, damit die Dächer zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf einfacher mit Überwachungskameras und Licht nachgerüstet werden können.

Kleinere Abweichungen sind bei den Gärtnerarbeiten entstanden, die gut 40000 Franken teurer als geplant ausgefallen sind. Auch die Pausenplatzausstattung mit Spiel- und Klettergeräten war gut 13000 Franken teurer als budgetiert.

Denkmalschutz und Schulbetrieb waren Herausforderungen

Weil die Stilllegung der Bunkeranlage hingegen einfacher als angenommen umgesetzt werden und über die Tiefbauarbeiten abgerechnet werden konnte, sparte die Stadt die dafür separat vorgesehenen 40000 Franken ein.

Die Neugestaltung am Schulhaus habe besondere Aufmerksamkeit erfordert, weil die Anlage vom Kanton Zürich unter Denkmalschutz gestellt wurde, blickt der Stadtrat in seinem Antrag zurück. Weil die Arbeiten alle unter laufendem Schulbetrieb ausgeführt wurden, sei das Projekt in drei Etappen realisiert worden.

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