Dietikon
Im Limmatfeld steigt ein Anlass für Durstige: Zehn verschiedene Brauereien präsentieren ihre Kreationen am Pivo-Bierfest

Das Dietiker Brausyndikat veranstaltet zusammen mit dem Wettinger Lägerebräu ein zweitägiges Festival, das sich ganz dem Gerstensaft widmet.

Virginia Kamm
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Organisator Oliver Zemp vom Brausyndikat freut sich darauf, mit Freunden anstossen zu können.

Organisator Oliver Zemp vom Brausyndikat freut sich darauf, mit Freunden anstossen zu können.

zvg

Am 20. und 21. August findet ab 16 Uhr an der Grünaustrasse 21 im Dietiker Limmatfeld zum ersten Mal das Bierfest «PIVO» statt. Organisatoren sind die lokale Brauerei Brausyndikat sowie das Lägerebräu aus Wettingen. Insgesamt zehn Craft-Beer-Brauereien werden am Fest vertreten sein und ihre verschiedenen Kreationen präsentieren. Das Zürcher Handorgel- und Kontrabass-Duo Cyrilov tritt an beiden Abenden auf. «Wir freuen uns alle darauf, mit Freunden feiern zu können, miteinander anzustossen und eine gute Zeit zu geniessen», sagt Organisator Oliver Zemp vom Brausyndikat.

Für 17 Franken können die Besucherinnen und Besucher am Fest teilnehmen und erhalten ein Festivalglas. Alle zehn Brauereien bieten an ihren Ständen verschiedene Biersorten an, die die Gäste bar bezahlen können. Von den Organisatoren gibt es Würste und Fleisch vom Grill, während der Zürcher Burrito-Laden Cartel seine Köstlichkeiten anbietet. Immer wieder wird das Duo Cyrilov verschiedene Trinklieder singen und damit für musikalische Unterhaltung sorgen. «Wir fahren voll auf die Band ab», sagt Zemp. «Sie passt gut zu unserem Fest.»

Kleine Brauereien sollen sich gegenseitig unterstützen

Die konkrete Idee des Fests bestehe seit einem Jahr, sagt Zemp. Das Brausyndikat habe sich schon lange überlegt, etwas zu organisieren, weil sich das Brauereiareal dazu anbiete. Aus zeitlichen und wirtschaftlichen Gründen habe es aber bisher darauf verzichtet. «Als das Lägerebräu schliesslich eine Zusammenarbeit vorgeschlagen hat, haben wir sofort zugesagt», sagt er. «So können wir uns die Arbeit teilen.» Zemp findet es wichtig, dass sich kleine Brauereien gegenseitig unterstützen und keine Konkurrenten sind. Deshalb haben die Organisatoren acht weitere kleine Brauereien aus der ganzen Schweiz eingeladen – darunter auch das Schlieremer Ahoi-Bier, die Broken City Brewing Company aus Lugano und die Brasserie Docteur Gab's aus Puidoux.

Bei der Auswahl der Gastbrauereien sei ihnen wichtig gewesen, nicht nur Zürcher Unternehmen, sondern auch Kollegen aus dem Tessin und der Westschweiz einzuladen. «Wir kannten alle Brauereien schon vorher persönlich und haben auf eine vielfältige Auswahl geachtet.» Mit dem Fest will Zemp so Gleichgesinnte fördern.

Im Januar habe die konkrete Planung des Anlasses begonnen, erzählt Zemp. Die ersten acht Brauereien, die das Brausyndikat und das Lägerebräu angefragt haben, hätten sofort zugesagt. «Wegen der Pandemie war immer eine Planungsunsicherheit vorhanden», sagt er. «Es war nicht gerade motivierend zu wissen, dass der ganze Aufwand vielleicht vergeblich ist.» Corona sei auch der Grund, wieso das Fest bei dieser ersten Durchführung eher simpel gestaltet sei: «Bei einem nächsten Mal werden wir vielleicht verschiedene Bands engagieren oder weitere Programmpunkte planen», sagt Zemp.

Die Pandemie hat das Brausyndikat gezwungen, Alternativen zum normalen Geschäft zu finden. Zemp erzählt:

«Als im ersten Lockdown 2020 die Lieferungen an Gastronomiebetriebe wegfielen, haben wir begonnen, gratis Heimlieferungen zu machen. Unser Motto ist: nicht jammern, sondern arbeiten.»

Auch jetzt, wo Restaurants und Bars wieder beliefert werden, kann man beim Brausyndikat noch Bier zu sich nach Hause bestellen.

Die Organisatoren des Pivo-Bierfests rechnen mit etwa 150 Besucherinnen und Besuchern pro Tag. Um teilnehmen zu können, ist ein Covid-Zertifikat nötig, man muss also entweder vollständig geimpft, getestet oder genesen sein. Zemp ist sich bewusst, dass dies potenzielle Gäste abschrecken könnte. «Wir können uns ein Bierfest mit Maskenpflicht nur schwer vorstellen», sagt er. Daher habe man sich für die Lösung mit dem Zertifikat entschieden. «So hat man zwar einmal einen Aufwand, kann das Fest aber danach unbeschwert geniessen, sich umarmen und den Coronawahnsinn für ein paar Stunden hinter sich lassen.»

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