Dietikon
180 Teams mit 1500 Spielern kämpften um den Ball: Schülerturnier lockte prominentes Publikum auf die Dornau

Am Wochenende kickten 1500 Kinder am «Schüeli». Von ihrem Talent überzeugten sich unter anderem Regierungsrat Mario Fehr (parteilos, früher SP), Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP), Finanzvorstand Reto Siegrist (Mitte) und der ehemalige Aargauer Fussballer und Internetstar Louis Berger.

Michel Sutter
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1500 Kinder und Jugendliche spielten am Wochenende auf der Dornau Fussball. Der Anlass verzeichnete rund 5000 Zuschauende.

1500 Kinder und Jugendliche spielten am Wochenende auf der Dornau Fussball. Der Anlass verzeichnete rund 5000 Zuschauende.

Michel Sutter

«Achtung, es wird heute über 30 Grad heiss werden», hallt es aus den Lautsprechern über die Dornau. «Trinkt also genug!» Die Aufforderung des Organisationskomitees des Dietiker Schülerturniers kam schon kurz nach 10 Uhr morgens vergangenen Samstag. Wohlweislich, denn schon am Vormittag war es auf der Dornau sehr warm.

Volle Parkfelder und viele Zuschauer: Das Schülerturnier aus der Drohnenperspektive.

Volle Parkfelder und viele Zuschauer: Das Schülerturnier aus der Drohnenperspektive.

zvg/Fredi Oberholzer

Wer aber gedacht hätte, die Kinder und ihre Eltern hätten das sommerliche Wetter dazu genutzt, sich im Schwimmbad abzukühlen, statt am Schülerturnier zu schwitzen, der sah sich getäuscht. Bereits am Morgen füllte sich das Parkfeld gut und zahlreiche Eltern sahen vom Spielfeldrand aus ihren Sprösslingen beim Kampf um den Ball zu. Dort mussten Sicherheitsleute immer wieder die Kinder zurückweisen, weil sich diese zu sehr aufs Spielfeld gewagt hatten. Das Sicherheitspersonal war in dieser Form neu fürs «Schüeli» und sollte vor allem präventiv wirken.

Mario Fehr freute sich über das aktive Vereinsleben

Auch mit von der Partie: Regierungsrat Mario Fehr (parteilos, früher SP) freute sich über das aktive Vereinsleben der Fussballer.

Auch mit von der Partie: Regierungsrat Mario Fehr (parteilos, früher SP) freute sich über das aktive Vereinsleben der Fussballer.

Michel Sutter

Neu war auch der Sanitätswagen neben dem Parkfeld. Und: Ein Verkehrsdienst sorgte dafür, dass auf der Dornau kein Chaos entstand. Die Aufforderung seitens des FC Dietikon im Vorfeld, möglichst nicht mit dem Auto auf die Dornau zu fahren, schien angesichts des gut gefüllten Parkfeldes am Morgen nur teilweise erhört worden zu sein. Die Zahl der Zaungäste am Spielfeldrand war einige Stunden später am Nachmittag etwas gesunken, dafür hatten sich viele Besucherinnen und Besucher ins Festzelt geflüchtet, um sich vor der jetzt doch starken Sonneneinstrahlung zu schützen.

Der Dietiker Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP) besuchte den Anlass am Wochenende ebenfalls und hielt im Festzelt eine Rede.

Der Dietiker Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP) besuchte den Anlass am Wochenende ebenfalls und hielt im Festzelt eine Rede.

Michel Sutter

Im Zelt fanden sich auch prominente Politiker ein. So stattete der Zürcher Regierungsrat Mario Fehr (parteilos, früher SP) am Nachmittag dem «Schüeli» einen Besuch ab, zusammen mit Dietikons Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP) und Finanzvorstand Reto Siegrist (Mitte). Er habe in der Zeitung kürzlich einen negativen Artikel über das Vereinsleben gelesen, so Fehr. Demnach hätten die Vereine immer mehr Mühe, Leute zu mobilisieren, die freiwillig mithelfen. Aber das Dietiker Schülerturnier beweise das Gegenteil, so Fehr. Und auch Bachmann lobte in seiner Rede das Engagement der Organisatoren und der Helferinnen und Helfer. Der Stadtrat wisse das zu schätzen.

Das Schülerturnier soll grösser werden

Während die Politiker im Festzelt redeten, herrschte wenige Meter entfernt grosse Aufregung: Louis Berger alias «Cubanito» war in Begleitung von Dietikons Cheftrainer Daniel Tarone gekommen. Der ehemalige Fussballer aus dem Aargau, der jetzt in den sozialen Medien als Youtuber für Furore sorgt, wurde von den Kindern wie ein Superstar belagert und konnte sich nur mit Mühe einen Weg durch die Menge bahnen.

Ein Glücksgriff der Organisatoren, die in diesem Jahr mit 1500 teilnehmenden Kindern plus Angehörigen wohl bis zu 5000 Besucherinnen und Besuchern auf der Dornau begrüssen konnten.

Gute Stimmung bei den Gastgebern: Das Organisationskomitee des Schülerturniers zeigte sich zufrieden mit dem Anlass.

Gute Stimmung bei den Gastgebern: Das Organisationskomitee des Schülerturniers zeigte sich zufrieden mit dem Anlass.

Michel Sutter

Das Ende der Fahnenstange ist für das Organisationskomitee jedoch noch nicht erreicht. So liess FCD-Präsident Claudio Lorenzet durchblicken, dass das «Schüeli» eines der grössten Schülerturniere der Schweiz werden soll. Das Ziel ist, nächstes Jahr noch mehr Teams anzulocken. Geht das überhaupt? «Wir haben noch einen Kunstrasenplatz», sagte OK-Chef Pascal Stüssi. «Auf diesem könnten die Kinder auch spielen.» Zudem könne man das Turnier allenfalls auf drei Tage ausdehnen. «Das zweitägige «Schüeli» war jedenfalls ein voller Erfolg», sagte Stüssi.