Dietikon
Der neue Ratspräsident feiert mit der ganzen Bevölkerung

Ziemlich unkonventionell verlief die konstituierende Sitzung des Parlaments Dietikon dieses Jahr: Sie fand nämlich für einmal nicht im Gemeinderatssaal statt, sondern in einem Festzelt mitten auf dem Kirchplatz.

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Ratspräsident Stephan Wittwer (l.) und sein Vorgänger Pius Meier beim Austausch von Präsenten. (bhi)

Ratspräsident Stephan Wittwer (l.) und sein Vorgänger Pius Meier beim Austausch von Präsenten. (bhi)

AZ

Ähnlich unkonventionell ging es danach weiter: Denn während man zum traditionellen Abendessen zur Feier der Konstitution normalerweise eine Einladung braucht, so feierte der neue Ratspräsident Stephan Wittwer (SVP) am Donnerstagabend mit der ganzen Bevölkerung.
Diese durfte auf Festbänken im Zelt Platz nehmen und sich von den Frauen der Trachtengruppe bedienen lassen. Es sei ihm wichtig, nicht nur die geladenen Gäste dabeizuhaben, sondern den Anlass mit allen interessierten Dietikerinnen und Dietikern zu teilen, sagte Wittwer.
Klares Denken und klares Handeln
Ziemlich traditionsgemäss verlief dafür das Rahmenprogramm: Wie üblich spielte nach der konstituierenden Sitzung erst die Stadtmusik Dietikon auf, während sich Politiker und Bevölkerung beim Apéro austauschten. Ebenfalls Tradition hat es, dass sich nach dem Abendessen der neue und der alte Ratspräsident gegenseitig beschenken.
Diesmal war die Bescherung überwiegend von literarischer Natur. So schenkte der abtretende Ratspräsident Pius Meier (CVP) dem neu gewählten Präsidenten Stephan Wittwer (SVP) den Besteller «Die Kunst des klaren Denkens» von Rolf Dobelli. Dass er daraus die Geschichte des «Erfolgsaffen» zitierte, löste im Publikum Erheiterung aus. Damit der neue Präsident nicht nur die Theorie, sondern auch die Praxis kenne, gab es gleich auch noch «Die Kunst des klaren Handelns» obendrauf.
Wittwer revanchierte sich mit Präsenten für den abtretenden Ratspräsidenten. Es habe ihn einiges gekostet, herauszufinden, womit sich Meier in seiner Freizeit beschäftige, sagte Wittwer. Schliesslich sei er aber auf dessen Liebe fürs Reisen in einem selbst gebauten Camper gestossen. Daher gab es für den Abenteurer einerseits ein GPS-Gerät - «damit er immer den richtigen Weg findet». Andererseits erhielt Meier von seinem Nachfolger ein Kochbuch, speziell für die Zubereitung von Mahlzeiten im Camper geschrieben. (BHI)

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