Schlieren

Das Schild ist weg – kommt es wieder? Dieser Fussgängerstreifen beim Rietbach wird zum Politikum

«Immer wieder kommt es zu ­gefährlichen Situationen», weil Fahrzeuglenker Fussgänger übersehen würden, schreibt der Schlieremer Gemeinderat Mergim Dina (SP) in seiner kürzlich eingereichten Kleinen Anfrage. Er will mehr Sicherheit.

Die Rede ist vom Fussgängerstreifen mit Mittelinsel auf der Rietbachstrasse, wo diese in die Goldschlägistrasse mündet. Dina will nun wissen, wieso dort kein blaues Schild mit ­weissem Dreieck, in dem ein schwarzer Fussgänger über schwarze Streifen schreitet, angebracht ist. Denn dieses Schild ist in der Schweiz bei vielen Fussgängerstreifen üblich. Auch beim angeprangerten Fuss­gängerstreifen stand einst so ein Schild – das ist auf einem alten Bild von Google Street View klar ersichtlich.

Das Schild, das sich Mergim Dina erhofft, wird im Fachjargon «Signal ‹Standort eines Fussgängerstreifens›» genannt und trägt die Nummer 4.11. In der eidgenössischen Signalisationsverordnung heisst es dazu: «Mit dem Signal wird die Lage eines Fussgängerstreifens verdeutlicht. Es steht immer an Fussgängerstreifen ausserorts sowie an unerwarteten oder schlecht erkennbaren Fussgängerstreifen innerorts.» Damit stellt sich die Frage, ob der betreffende Fussgängerstreifen auf der Rietbachstrasse «unerwartet» oder «schlecht erkennbar» ist. Für Diskussionen ist damit gesorgt.

Ob der Stadtrat gedenkt, ein Schild anzubringen, fragt Dina nun unter anderem in seiner Kleinen Anfrage. Schliesslich könnte so ein Schild den Fussgängerstreifen besser erkennbar machen. Nur wenige Schritte vom besagten Fussgängerstreifen entfernt befindet sich zudem auf der Goldschlägistrasse ein weiterer Fussgängerstreifen, der nicht durch ein Schild signalisiert wird.

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