Birmensdorf/Aesch
Daeniker siegt in Birmensdorf und wird neuer Friedensrichter – auch in Aesch stehen seine Chancen auf einen Sieg gut

Das Rennen ums Friedensrichteramt in den beiden Gemeinden brachte unterschiedliche Ergebnisse. Christian Daeniker (FDP) lag jeweils vor Martin Missfelder (Die Mitte), verpasste in Aesch jedoch das absolute Mehr.

Alex Rudolf
Merken
Drucken
Teilen


 

Christian Daeniker (FDP) und Martin Missfelder (Die Mitte) lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bilder: zvg


 

«Ich habe wirklich angenommen, dass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben würde, da wir beide valable Kandidaten sind», sagt Christian Daeniker (FDP). Am Wahlsonntag wurde Daeniker mit 852 Stimmen als neuer Birmensdorfer Friedensrichter gewählt. Sein Gegner Martin Missfelder (Die Mitte) erreichte 701 Stimmen. Dieser Vorsprung reichte, um das absolute Mehr, das bei 788 Stimmen lag, zu übertreffen. «Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und freue mich auf die neue Herausforderung», sagt Daeniker auf Anfrage. Die Stimmbeteiligung in Birmensdorf betrug knapp 42 Prozent, was 1734 eingegangenen Wahlzetteln entspricht. Da Daeniker bereits zwischen 2001 und 2018 in der Birmensdorfer Rechnungsprüfungskommission sass, dürfte er eine gewisse Bekanntheit gehabt haben. Der Berater in den Bereichen Treuhand und Finanzwesen ist 60-jährig.

In Aesch, wo sich dieselben beiden Kandidaten haben aufstellen lassen, gab es am Abstimmungssonntag noch kein endgültiges Ergebnis. Zwar überflügelte Daeniker mit 145 Stimmen Missfelder, der 131 Stimmen holte, auch hier, doch verpasste er das absolute Mehr um drei Stimmen. Dieses lag bei 148 Stimmen. «Martin Missfelder und ich pflegen beide gute Kontakte zu Aesch, doch war es schwierig, einen Trend auszumachen», sagt Daeniker. Dass der Ausgang so knapp gewesen sei, überrasche ihn daher nicht. Da er in Birmensdorf siegreich war, stehe fest, dass er sich in Aesch für einen allfälligen zweiten Wahlgang zur Verfügung stellen würde.

Es kommt wohl zu keinem zweiten Wahlgang in Aesch

Derzeit sieht es nicht danach aus, dass es zu einem zweiten Wahlgang in Aesch kommen wird. «Ich bin natürlich enttäuscht vom Ergebnis, denn ich hätte sehr gerne gewonnen», sagt Missfelder gegenüber dieser Zeitung. Glücklicherweise hätten nicht nur zwei oder drei Stimmen den Ausschlag gegeben. So falle es ihm einfacher, das Ergebnis zu akzeptieren. Er sei davon überzeugt, dass Daeniker einen sehr guten Job als Friedensrichter machen werde. So, wie es aktuell aussehe, werde er nicht für den zweiten Wahlgang in Aesch zur Verfügung stehen, sagt der zweifache Familienvater. «Zwei Friedensrichter in so kleinen Gemeinden ergibt aus meiner Sicht keinen Sinn, da ja auch die Ausbildungen für die Amtsträger relativ kostspielig für die Gemeinden sind», sagt er weiter. Die Details werde er in den kommenden Tagen jedoch noch mit seiner Parteileitung besprechen.

Seit 1997 hat die aktuelle Birmensdorfer Friedensrichterin Edith Schleifer (FDP) das Amt inne. 2009 wurde sie schliesslich auch als Aescher Friedensrichterin gewählt, da es für die wenigen Fälle, die in Aesch jährlich anfallen, keinen eigenen Friedensrichter gebraucht habe. Würde sich Martin Missfelder nun noch umentscheiden und zum zweiten Wahlgang antreten und diesen gewinnen, dann hätten die beiden Gemeinden erstmals seit 2009 wieder unterschiedliche Friedensrichter.