Birmensdorf
Gemeindepräsident gibt auf: Bruno Knecht verzichtet auf den zweiten Wahlgang

Nachdem er als amtierender Gemeindepräsident die Wiederwahl in den Birmensdorfer Gemeinderat nicht geschafft hat, zieht Bruno Knecht (parteilos) einen Schlussstrich. Er wolle für ein jüngeres Gemeinderatsmitglied Platz machen, teilt er mit.

David Egger
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Er hat entschieden: Der Birmensdorfer Gemeindepräsident Bruno Knecht (parteilos) tritt nicht mehr an für die Wahlen am 15. Mai.

Er hat entschieden: Der Birmensdorfer Gemeindepräsident Bruno Knecht (parteilos) tritt nicht mehr an für die Wahlen am 15. Mai.

Lukas Elser / Limmattaler Zeitung

In der Kürze liegt die Würze. «Ich werde für den zweiten Wahlgang nicht mehr antreten. Gerne überlasse ich den letzten freien Platz im Gemeinderat einer/m jüngeren, neuen Kandidierenden. Allen, die mich bei der Wahl und während der gesamten Legislatur immer wieder unterstützt haben, danke ich ganz herzlich. Dem zukünftigen Gremium des Gemeinderates wünsche ich schon heute gutes Gelingen», schreibt der Birmensdorfer Gemeindepräsident Bruno Knecht (parteilos) – im Birmensdorfer Mitteilungsblättli, das am 8. April in den Briefkästen des Dorfes landet.

In dem Blättli schrieb er schon bisher praktisch jede Woche unter dem Titel «Grüezi» stets das Editorial. Damit wird ab Sommer Schluss sein. Ende Juni endet die aktuelle Amtsperiode. Knecht, der vier Jahre als Gemeindepräsident auf dem Buckel hat, wollte eigentlich länger Gemeindepräsident bleiben. Doch bei den Wahlen am 27. März schaffte er den Sprung in den Gemeinderat nicht. Wie auch fünf andere Kandidierende verpasste er das absolute Mehr. Der zweite Wahlgang findet am 15. Mai statt – ohne Knecht. Dann entscheidet das Volk, wer den letzten freien Gemeinderatssitz einnimmt und wer Gemeindepräsident wird.

Das waren die Resultate am 27. März:

Für die Wahl des Gemeindepräsidiums gibt der Verzicht von Knecht nun auch eine andere Ausgangslage. Am 27. März stellten sich hierfür Ernst Brand (parteilos) und eben Knecht zur Verfügung. Beide verpassten das absolute Mehr. Aber Brand wurde immerhin in den Gemeinderat gewählt. Nun, da Knecht nicht mehr antreten wird, scheint der Weg frei zu sein für Brand als neuer Birmensdorfer Gemeindepräsident. Oder schielen jetzt auch noch andere auf das Gemeindepräsidium? Die Zeit wird es zeigen.