Bergdietikon
Wegen Corona: Die Dorfgemeinschaft plant einen «Akt der Solidarität» – und sagt ihr Grümpi noch nicht ganz ab

Die Dorfgemeinschaft Bergdietikon zeigt sich hoffnungsvoll. Noch streicht der Vereinsvorstand sein Grümpi im Sommer nicht aus dem Kalender. Letztes Jahr war es wegen Corona ausgefallen – genauso wie die beliebte Metzgete.

David Egger
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Das beliebte Bergdietiker Grümpi fiel schon 2020 aus. Muss es auch 2021 dran glauben?

Das beliebte Bergdietiker Grümpi fiel schon 2020 aus. Muss es auch 2021 dran glauben?

Archivbild: Daniel Diriwächter

Die seit 46 Jahren bestehende Dorfgemeinschaft Bergdietikon hat mit der Pandemie zu kämpfen: Metzgete, Waldwiehnacht und Grümpi fielen letztes Jahr dem Coronavirus zum Opfer. «Auch das neue Jahr wird zu einer Herausforderung», schreibt der Vereinsvorstand nun in einem Brief an seine Mitglieder. Darin gibt der Vorstand auch bekannt, dass er der Generalversammlung beantragen wird, dieses Jahr keinen Mitgliederbeitrag zu verlangen beziehungsweise «ihn als Akt der Solidarität für dieses Jahr auszusetzen».

An seinem Jahresprogramm hält der Vereinsvorstand grundsätzlich fest. Die Generalversammlung mit Raclette-Plausch, die eigentlich im März hätte stattfinden sollen, ist derzeit für den 7. Mai geplant – sie wurde also verschoben. Am 27. Juni soll das Zmorge im Grüene stattfinden. Danach folgen am 7. August das Grümpi, am 18. September das Dorffest, am 24. und 25. September die Metzgete und am 11. Dezember die Waldwiehnacht.

Dieses Programm wirkt hoffnungsvoll. Gerade beim Grümpi stellt sich die Frage, ob es tatsächlich stattfinden kann oder ob es nicht auch dieses Jahr abgesagt wird. Der Vereinsvorstand schreibt in einer Mitteilung:

«Unsere Jahresplanung steht natürlich auf wackligen Füssen – aber wir sind guten Mutes, dass wir die Anlässe so durchziehen können.»

Letztes Jahr waren die Generalversammlung mit Raclette-Plausch und das Zmorge im Grüene, die beiden einzigen Anlässe der Dorfgemeinschaft, die trotz Pandemie relativ normal durchgeführt werden konnten. Die Waldwiehnacht wurde immerhin durch das Aufstellen eines prächtigen Baums beim Milchhüsli im Bergdietiker Ortsteil Kindhausen ersetzt.

Der Vereinsvorstand schreibt in seiner Mitteilung auch: «Jammern bringt nichts, wir können eh nichts ändern.»

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