Gebäudeversicherung
6,16 Millionen Franken wegen Feuerschäden: Der Bezirk Dietikon kostet die Gebäudeversicherung viel

Der Brand in der Pestalozzi-Halle im Dietiker Silberngebiet war 2020 das grösste Schadensereignis im Kanton.

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Glühendes Hallendach und spritzendes Wasser von links (Feuerwehr Dietikon) und rechts (SBB-Löschzug): Das Feuer im Silberngebiet richtete im Februar einen Sachschaden von fast 5 Millionen an.

Glühendes Hallendach und spritzendes Wasser von links (Feuerwehr Dietikon) und rechts (SBB-Löschzug): Das Feuer im Silberngebiet richtete im Februar einen Sachschaden von fast 5 Millionen an.

Kapo ZH

Nach einem ruhigen 2019 verzeichnete die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich im vergangenen Jahr wieder deutlich mehr Ereignisse. Als grösstes Schadensereignis gilt dabei gemäss den vorliegenden provisorischen Zahlen der Brand in einer Pestalozzi-Halle in Dietikon. Dort war in der Nacht auf den 5. Februar ein Feuer ausgebrochen. Die Löscharbeiten, für die auch der Lösch- und Rettungszug der SBB hinzugezogen wurde, dauerten Stunden an.

In der Lagerhalle waren vorwiegend Motorfahrzeuge abgestellt, die zu einem grossen Teil beschädigt wurden, teilte die Kantonspolizei Zürich damals mit. Und sie bezifferte in ihrer Medienmitteilung den Sachschaden an der Liegenschaft und an den Fahrzeugen gemäss ersten Erkenntnissen «au f mehrere hunderttausend Franken».

Es war eine konservative Schätzung: Die Gebäudeversicherung rechnet inzwischen mit einem Schaden von 4,86 Millionen Franken, wie ihrer am Donnerstag veröffentlichten provisorischen Schadensbilanz 2020 zu entnehmen ist. Der nächtliche Brand im Industriegebiet Silbern ist damit mit klarem Abstand das grösste Schadensereignis des vergangenen Jahres. Die Gebäudeversicherung listet nach der Pestalozzihalle zwei Brände in Bülach sowie je einen in Uster und Pfäffikon auf, die mit einem Schaden in der Höhe zwischen 1,05 und 1,85 Millionen Franken endeten.

Bülach hatte eine höhere Schadenssumme – aber auch mehr Vorfälle

Für den gesamten Bezirk Dietikon weist die Gebäudeversicherung für das vergangene Jahr insgesamt 81 Feuerschäden mit einem Gesamtschaden von 6,16 Millionen Franken auf. Einzig im Bezirk Bülach war die gesamte Schadenssumme höher (6,63 Millionen Franken). Es gab dort mit 131 Fällen aber auch deutlich mehr Ereignisse.

Von Stürmen und Überschwemmungen war das Zürcher Limmattal im vergangenen Jahr hingegen im Kantonsvergleich etwas weniger betroffen. Die Gebäudeversicherung listet 337 Fälle auf, bei denen ein Sachschaden von etwas mehr als einer halben Million Franken entstanden ist. Das ist der tiefste Wert für einen Bezirk.

Insgesamt hat die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich im vergangenen Jahr 10473 Schadenfälle bearbeitet. Im ruhigen Jahr 2019 waren es lediglich 2838. Sie verzeichnete dabei 1235 Feuerschäden mit einer Gesamtschadenssumme von 40,3 Millionen Franken (Vorjahr: 31,3 Millionen). Elementarschäden gab es 9238 Mal, der dabei angerichtete Schaden wird mit 17,3 Millionen angegeben (Vorjahr: 6 Millionen). Für den Anstieg bei den Elementarschäden verweist die Gebäudeversicherung auf die beiden Sturmtiefs «Petra» und «Sabine», die im Februar 2020 durch den Kanton gefegt waren.

Im Vergleich zum Vorjahr weist die Gebäudeversicherung also einen starken Anstieg bei den Schäden auf. Allerdings war eher das ruhige Jahr 2019 die Ausnahme: «In beiden Schadenbereichen liegen die Zahlen im Bereich des Mittels der vergangenen zehn Jahre», hält die Gebäudeversicherung in ihrer Mitteilung fest.