Limmattal

Personalsuche während Corona: Im Bezirk Dietikon fehlen noch 45 Lehrer

In den Limmattaler Gemeinden dürften auch im nächsten Schuljahr an allen Wandtafeln Lehrpersonen stehen: Trotz Corona-Lockdown geht die Lehrersuche voran.

In den Limmattaler Gemeinden dürften auch im nächsten Schuljahr an allen Wandtafeln Lehrpersonen stehen: Trotz Corona-Lockdown geht die Lehrersuche voran.

Die Schulen sind derzeit intensiv mit dem Fernunterricht beschäftigt. Sie bereiten aber gleichzeitig auch das Schuljahr 2020/21 vor und suchen wie gewohnt nach neuen Lehrpersonen.

An den Schulen im Bezirk Dietikon sind gemäss der Online-Lehrstellenbörse des Volksschulamtes auf diesen Sommer hin 45 Dauerstellen offen. So sucht die Schlieremer Schule noch 12 Lehrpersonen für das neue Schuljahr 2020/21, die Dietiker Schule 18.

Die Limmattaler Schulen sind derzeit zwar geschlossen, sie sind mit der Umsetzung des ungewohnten Fernunterrichts und den Vorbereitungen zu der in Aussicht gestellten Rückkehr zum Präsenzunterricht dennoch stark belastet. Die Suche nach Lehrerinnen und Lehrern für das nächste Schuljahr geht trotz dieser aussergewöhnlichen Situation aber nicht vergessen: Die Besetzung der freien Stellen verläuft zwar teilweise in neuen Bahnen, doch schreitet sie trotz Corona-Lockdown voran, wie eine Umfrage bei den Schulpflegen zeigt. Einen Lehrermangel befürchten sie nicht.

Die Zahl der ausgeschriebenen Stellen bewege sich in etwa im gewohnten Rahmen, sagt beispielsweise Martina Keel, Schulleiterin in Dietikon. Und die Schlieremer Schulpräsidentin Bea Krebs (FDP) geht davon aus, dass an ihren Schulen alle offenen Stellen von Lehrpersonen besetzt werden.

Schwierigkeiten erwartet Krebs jedoch bei der Suche nach ausgebildeten schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen. Diese bestünden aber unabhängig von der Coronakrise: «Diese Stellenbesetzungen sind seit einigen Jahren eine grosse Herausforderung.» Dies bestätigt auch Martina Keel. Sie hat zudem festgestellt, dass es im Vergleich zu den Vorjahren schwieriger geworden ist, Lehrpersonen für freie Stellen an der Oberstufe zu gewinnen. Ob das nun ein Trend ist, einmalig mit dem Coronavirus zu tun hat oder einfach nur Zufall ist, lasse sich aber noch nicht sagen.

Sowohl in Dietikon als auch in Schlieren sind auf ausgeschriebene Stellen insgesamt etwas weniger Bewerbungen als üblich eingegangen. Das Bewerbungs- und Auswahlverfahren läuft ­derweil trotz Coronavirus fast unverändert ab.

«Bei uns hat dieses eigentlich nur die Auswirkung, dass ­alles ein wenig komplizierter ist, wie in allen Bereichen des Lebens zurzeit auch, da der ­persönliche Kontakt ein­geschränkt ist», sagt Bea Krebs.

Ein echter Kontakt folgt auch bei Videobewerbung

Auf diese neue Situation hat man sich aber eingestellt, heisst es in Schlieren und Dietikon. So wird ein Grossteil der Bewerbungsgespräche in einem grossen Schulzimmer unter Einhaltung der vom Bundesamt für Gesundheit vorgegebenen Distanzregeln abgehalten.

Zudem werden die Gespräche auch hin und wieder digital mittels Videokonferenz geführt. Da über einen Bildschirm nicht immer derselbe Eindruck wie bei einem direkten Gegenübersitzen gewonnen werden kann, werden manchmal zwei Gespräche mit demselben Bewerber geführt, an denen von Schulseite verschiedene Personen teilnehmen, sagt Martina Keel. Zudem kommt es auch bei Online-Begegnungen meist zu einem Direktkontakt. «Diesen wünscht sich nicht nur die Schule, um die Lehrpersonen kennen zu lernen, sondern auch die Lehrperson, welche die Schule vor einer allfälligen Zusage natürlich ebenfalls sehen will.»

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