Unterengstringen

Keine Gemeindeversammlung – dafür eine Jahresrechnung mit 3,23 Millionen Franken im Plus

Gemeindehaus Unterengstringen

Gemeindehaus Unterengstringen

Unterengstringen präsentiert eine positive Jahresrechnung und muss die nächste Gemeindeversammlung absagen.

Im vergangenen Jahr hat die Gemeinde Unterengstringen 21,15 Millionen Franken ausgegeben und 23,54 Millionen Franken eingenommen. Die Jahresrechnung 2019 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 2,39 Millionen Franken, wie der Gemeinderat in einer Mitteilung schreibt. Das definitive Resultat ist 3,23 Millionen Franken besser als erwartet, im Budget für 2019 rechnete der Gemeinderat mit einem Minus von 840'000 Franken.

Der grösste Einfluss auf das positive Ergebnis hat laut Gemeinderat der nachträglich beschlossene Verzicht auf die zeitliche Abgrenzung beim Finanz- und Lastenausgleich. Dieser verbesserte die Rechnung um 1,38 Millionen Franken. Bei den allgemeinen Gemeindesteuern nahm die Gemeinde 793'000 Franken mehr ein als budgetiert. Bei den Grundstückgewinnsteuern wurde das erwartete Ergebnis um 300'000 Franken übertroffen.

Abgesehen vom Gesundheitsbereich

Zudem habe eine effiziente Kostenkontrolle in der Gemeinde dazu geführt, dass Minderaufwände und Mehrerträge die Rechnung gegenüber dem Budget um 750'000 Franken verbesserten. Insgesamt sind die Nettoaufwendungen laut Mitteilung abgesehen vom Gesundheitsbereich überall tiefer ausgefallen als budgetiert.

Bereits an der Gemeindeversammlung im Dezember stellte Finanzvorstand Marcel Balmer (SVP) ein positives Jahresergebnis in Aussicht. Auch deshalb stellte der Gemeinderat damals an der Versammlung den ohne Gegenstimme angenommenen Antrag, die Steuern der politischen Gemeinde um zwei Prozentpunkte zu senken.

Traktanden werden am 9. Dezember ­behandelt

Eigentlich hätte die Jahresrechnung der Gemeindeversammlung vom 16. Juni zur Genehmigung vorgelegt werden sollen. Doch wegen der Coronapandemie hat der Gemeinderat entschieden, die Versammlung abzusagen, wie er ebenfalls in der Mitteilung schreibt. Die Organisation benötige viel Vorlaufzeit, deshalb habe man mit dem Entscheid nicht länger warten wollen, erklärt Wirth. Die Genehmigung der Jahresrechnung und alle weiteren Traktanden werden an der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember ­behandelt. 

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