Dietikon
Ihr Abschluss wird mit einer Auszeichnung gekrönt – Je 600 Franken für Lehrabgänger

Stadtpräsident Otto Müller prämiert sechs Lehrabgänger mit je 600 Franken aus dem Legat von Max Koenig. Insgesamt haben sich 13 junge Leute um eine Auszeichnung beworben.

Ly Vuong
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Stadtpräsident Otto Müller und der HR-Verantwortliche von SFC Koenig, Jan Ammermann, zeichneten Albert Wong, Nadja Vollenweider, Stefania Cofano, Evelyn Angst und Noah Siegrist aus.

Stadtpräsident Otto Müller und der HR-Verantwortliche von SFC Koenig, Jan Ammermann, zeichneten Albert Wong, Nadja Vollenweider, Stefania Cofano, Evelyn Angst und Noah Siegrist aus.

Ly Vuong

Für seinen Traumberuf Konditor-Confiseur sei er extra vor sechs Jahren aus Malaysia in die Schweiz gekommen, sagte Albert Wong. Denn er sei mit Leib und Seele Confiseur. «In Malaysia gibt es nicht so eine breite Variation an Patisserie. Das höchste der Gefühle ist dort Süsses mit Buttercreme», so Wong. Vor kurzem nun hat er seine Lehre bei Sprüngli in Dietikon mit der Note 5,2 abgeschlossen.

Für diese Leistung erhielt der 38-Jährige am Mittwochabend zusammen mit fünf weiteren Lehrabgängern von Stadtpräsident Otto Müller ein Diplom und 600 Franken aus dem Legat vom Ingenieur Max Koenig. Dieser vermachte 1973 der Stadt Dietikon 100'000 Franken, damit hervorragende Lehrabgänger, die in Dietikon wohnhaft sind oder dort ihre Lehrstelle haben, prämiert werden können.

Weiterbilden und weiterbilden

Dieses Jahr haben sich 13 junge Berufsleute für die Auszeichnung beworben. «Die Stadt hat entschieden, hervorragende Lehrabschlüsse ab der Note 5,2 auszuzeichnen», sagte Müller an der Preisverleihung im Stadtkeller. «Bauen Sie weiter auf Ihrer Erfahrung auf, dass Einsatz, Durchhaltewillen und positives Denken, aber auch Offenheit gegenüber Neuem sich lohnen», so Müller. Es gehe weiter. Das Motto in unserer Zeit laute, weiterbilden und weiterbilden.

Diesem Leitsatz ist die 41-jährige Evelyn Angst gefolgt. Nach einer Lehre als Konditorin hat sie nun mit Bravour das Handwerk der Köchin im Dietiker Alters- und Gesundheitszentrum Ruggacker erlernt. Ausruhen auf den Lorbeeren ist ihr fremd. Sie hat bereits eine dritte Weiterbildung zur Diätköchin im August begonnen. «Alle drei Berufe haben mit Essenzubereiten zu tun, doch als Diätköchin muss man am meisten denken, ein Fehler wäre fatal», sagte die alleinerziehende Mutter.

Für ihre Zweitlehre als Konditorin-Confiseurin prämiert wurde auch die 25-jährige Nadja Vollenweider. Das Einüben der Routine sei ein wichtiger Faktor für Erfolg. Sie werde bei ihrem Lehrbetrieb Sprüngli bleiben, sagte Vollenweider. Den Lehrbetrieb verlassen hat Stefania Cofano, die bei der Post Detailhandelsfachfrau lernte. Jetzt wolle sie die Berufsmatura nachholen. Fernziel ist Chirurgin oder Kardiologin. Vorbilder seien ihr die Ärzte aus der Serie «Grey’s Anatomy».

Zweimal Note 5,3

Die zwei besten Abschlüsse erzielten Kim Behringer und Noah Siegrist mit der Note 5,3. Behringer liess sich zur «Polydesignerin 3D Kreation» bei Sprüngli in Dietikon ausbilden. Allerdings konnte sie den Preis nicht abholen, da sie zurzeit in London als Au-pair arbeitet, um ihre Englischkenntnisse zu verbessern. Der Dietiker Noah Siegrist lernte beim Migros-Genossenschaftsbund den Beruf des Informatikers.

Er sei dankbar, dass der Betrieb ihm so vielfältige Aufgaben gegeben habe und hohe Anforderungen an ihn stellte. «Ich schätze das Tüfteln. Keine Aufgabe ist wie die andere», so der 21-Jährige. Vor Ort, um zu gratulieren, war auch der HR-Verantwortliche von SFC Koenig, Jan Ammermann. In seiner kurzen Ansprache zeigte er sich stolz auf die Schweizer Berufslehre, die weltweit viel Anerkennung erntet.

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