Kemptthal

Givaudan-Angestellte ist am Corona-Virus erkrankt – rund 400 Mitarbeiter arbeiten von zu Hause aus

400 Angestellte arbeiten mit ihren Laptops seit Mittwochvormittag von zu Hause aus. (Archivbild)

400 Angestellte arbeiten mit ihren Laptops seit Mittwochvormittag von zu Hause aus. (Archivbild)

In Kemptthal arbeitete beim Hersteller von Aromen und Duftstoffen eine Frau mit Corona-Erkrankung. Bereits als die betroffene Mitarbeiterin erste Symptome aufwies, erarbeitete die Firma mögliche Szenarien. Dass man nun einen Grossteil der Belegschaft ins Homeoffice geschickt habe, sei eine Vorsichtsmassnahme.

Markus Gautschi spricht am Telefon ruhig und konzentriert. Der Standortleiter ist einer der wenigen, die derzeit noch im Innovationszentrum in Kemptthal von Givaudan arbeiten. Zusammen mit dem Company-Manager für die Standorte Zürich und einem kleinen Team koordiniert er von hier aus die wichtigsten Massnahmen, um den Geschäftsgang der globalen Marktführerin für Duft- und Aromastoffe aufrechtzuerhalten.

Rund 400 Angestellte arbeiten mit ihren Laptops seit Mittwochvormittag von zu Hause aus. Der Grund: Ein Givaudan-Mitarbeiter ist am Corona-Virus erkrankt und befindet sich inzwischen in Quarantäne, wie Radio Top gestern berichtete. Die erkrankte Person stammt aus dem Ausland und war nur kurzfristig bei Givaudan in Kemptthal tätig. Zu Hause entwickelte die Person Krankheitssymptome.

Ein gutes Dutzend Angestellte, die engen Kontakt mit der Person hatten, sind ebenfalls in Quarantäne, sagt Standortleiter Markus Gautschi. Dass man nun einen Grossteil der Belegschaft ins Homeoffice geschickt habe, sei eine Vorsichtsmassnahme. Für die Büroangestellten sei dies kein Problem. Schwieriger sei die Massnahme für die Leute im Labor. Aber auch sie könnten gewisse Arbeiten zu Hause ausführen, etwa Literaturrecherche.

Mitarbeiter wurden früh informiert

Bereits als der betroffene Mitarbeitende erste Symptome aufwies, erarbeitete die Firma mögliche Szenarien. «Alle Mitarbeiter wurden bereits früh über den Verdachtsfall informiert», sagt Markus Gautschi weiter. Daraufhin hätten sie jeweils am Abend den Laptop mit nach Hause genommen, damit nach der definitiven Bestätigung der Corona-Diagnose niemand mehr ins Büro musste. Zudem nahm Givaudan früh Kontakt mit den Behörden auf und spricht sich auch weiterhin mit diesen ab. «Das hat gut funktioniert», sagt Gautschi. Wie lange Givaudan die Massnahme aufrechterhält, ist unklar. (roh/far)

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