Zürich

Gemeinderat investiert fast 60 Millionen in Letzi-Wohnungsbau

Das Projekt von Gut&Schoep Architekten GmbH und Neuland ArchitekturLandschaft GmbH soll ab Sommer 2021 in Altstetten entstehen – wenn die Stimmbevölkerung zustimmt.

Das Projekt von Gut&Schoep Architekten GmbH und Neuland ArchitekturLandschaft GmbH soll ab Sommer 2021 in Altstetten entstehen – wenn die Stimmbevölkerung zustimmt.

Der Zürcher Gemeinderat hat am Mittwoch 57,76 Millionen Franken für die Erstellung der neuen Wohnsiedlung Letzi in Altstetten gesprochen. Die Überbauung soll 265 Wohnungen, gewerbliche Nutzflächen, einen Doppelkindergarten, eine Tiefgarage sowie einen kommunalen Fuss- und Radweg beinhalten.

Die Bauzeit soll von Sommer 2021 bis Frühling 2025 dauern. Das Baurecht und die Projektkosten werden auf die drei Bauträgerinnen Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (Saw), Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien (SWkF) sowie die Stadt Zürich aufgeteilt. Der Baurechtsszins beträgt knapp 200'000 Franken. Das letzte Wort zum Projekt hat die Stimmbevölkerung: Das Projekt kommt voraussichtlich im Frühjahr 2021 an die Urne.

Die Stadt hatte das 10'000 Quadratmeter grosse Areal Letzibach D zwischen der Hohlstrasse und dem Gleisfeld 2013 von den SBB für 18,1 Millionen Franken gekauft. Die Projektierungskosten für die Überbauung beliefen sich auf 9,8 Millionen Franken.

Am Mittwoch war einzig die SVP gegen die neue Überbauung. Sie fand, dass zu wenige Autoparkplätze im Vergleich zu Veloparkplätzen geplant seien. Damit werde ein links-grünes Klientel bevorzugt. Dazu sei der gemeinnützige Wohnungsbau eine Umverteilung, von der eine Minderheit profitiere. Die Mehrheit bleibe auf der Strecke und trage die Kosten.

Stadtrat Daniel Leupi (Grüne) antwortete, die SVP solle endlich anerkennen, dass die Stimmbevölkerung der Stadt Zürich den gemeinnützigen Wohnungsbau als Aufgabe der öffentlichen Hand betrachte. Das habe sie dutzende Male bestätigt.
 
 

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