Dietikon
Der Coop Silbern scannt Autonummern: Neu kann man seine Parkgebühr mit Superpunkten zahlen

Die Filiale ist eine von 15 in der Schweiz, die die Dienstleistung «Parkieren mit Superpunkten» anbietet. Der Scanner wurde im Oktober zusammen mit einer neuen Schrankenanlage installiert. Dies, weil die alte Schranke oft defekt war und deshalb oben blieb.

, David Egger
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So sieht der Autonummern-Scanner im Parkhaus des Coops Silbern in Dietikon aus.

So sieht der Autonummern-Scanner im Parkhaus des Coops Silbern in Dietikon aus.

Zur Verfügung gestellt

Die schwarzen Kästen fallen auf: Beim Coop Silbern in Dietikon steht je ein Stück bei der Ein- und bei der Ausfahrt vom Parkhaus. Die Kästen sind am Boden festgemacht. Wer wie ein Leser der «Limmattaler Zeitung» genau hinschaut, sieht auch eine kleine Kamera. Und fragt sich, was das soll. «Es handelt sich um eine spezielle Kamera, die Autonummern scannen kann», sagt Markus Eugster, Leiter Kommunikation von Coop, auf Anfrage. «Unsere Kundinnen und Kunden haben in ausgewählten Coop-Verkaufsstellen die Möglichkeit, ihre Parkgebühr mit Superpunkten zu bezahlen.»

Allerdings sind im Coop Silbern die Parkhaus-Schranken sowieso häufig geöffnet, sodass die Kunden das Parkticket häufig gar nicht entwerten und erst recht nichts zahlen müssen. Eugster sagt dazu, die alte Schrankenanlage sei häufig defekt gewesen und wurde daher im Oktober ausgewechselt. Gleichzeitig sei die neue Dienstleistung «Parkieren mit Superpunkten» installiert worden, auf die unterdessen auch ein Kleber am Parkkassenautomat hinweist. Wenn der Kunde die neue Dienstleistung nutzen will, kann er seine Autonummer in der Supercard-App hinterlegen. Beim Verlassen des Parkhauses öffnet sich die Parkschranke automatisch und die Parkgebühr wird dem Superpunkte-Konto belastet. «Es entfallen sowohl das Parkticket als auch das Anstehen und Bezahlen am Automaten», sagt Eugster. Ein Franken Parkgebühr entspricht jeweils 100 Superpunkten. Wer zu wenig Punkte hat, kann das Parkhaus trotzdem noch verlassen, das Superpunkte-Konto fällt dann einfach ins Minus.

Einkaufsgewohnheiten werden nicht analysiert

«Wir nehmen den Schutz der persönlichen Daten sehr ernst. Von den registrierten Kundinnen und Kunden werden die Autonummer sowie die zu belastende Anzahl Superpunkte übermittelt», sagt Eugster. Weitere Informationen werden keine gesammelt und die Daten werden nach 14 Tagen gelöscht, sagt er. «Zudem verlassen die Daten das System der Schrankenanlage nicht. Sie werden ausschliesslich für diese Dienstleistung verwendet.» Laut Eugster ist gewährleistet, dass die Schranke nur die registrierten Nummern übermittle und keine Analyse der Einkaufsgewohnheiten oder dergleichen ermögliche.

Laut dem eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten ist es wichtig, dass die im schweizerischen Datenschutzgesetz formulierten Grundsätze eingehalten werden. Diese beinhalten, dass Kunden transparent informiert werden müssen, dass nicht mehr Daten als unbedingt nötig gesammelt werden und dass Daten nur für den angegebenen Zweck gesammelt und verwendet werden dürfen. Konkret müsse Coop also folgende Dinge einhalten: Er müsse die Kunden vor der Einwilligung zum Parkieren mit Superpunkten darüber informieren, welche Daten dabei für welche Zwecke bearbeitet werden. Zweitens dürfen nur die registrierten Autonummern verknüpft mit der Supercard gesammelt werden. Und drittens dürfe die erfasste Autonummer und der bezahlte Betrag einzig zum Zweck der Abwicklung des Zahlungsvorgangs verwendet werden.

Eugster ist positiv überrascht von den gemäss seinen Angaben guten Reaktionen der Kundinnen und Kunden. Das Parkieren mit Superpunkten ist momentan in schweizweit 15 Filialen möglich. «Wir möchten unsere neue innovative Dienstleistung laufend bei weiteren Coop-Verkaufsstellen anbieten», sagt er. «In der Regel erfolgt die Installation dann, wenn bauliche Veränderungen anstehen.»