Zürich

Atommüll-Endlager: Uvek bewilligt Nagra-Sondierbohrungen in Trüllikon

Die Nagra untersucht derzeit, welche der vorgeschlagenen Gebiete sich für die Tiefenlagerung radioaktiver Abfälle am besten eignen. (Symbolbild)

Die Nagra kann in Trüllikon im Kanton Zürich zwei Sondierbohrungen für ein Atom-Endlager durchführen. Dafür hat das Umweltdepartement (Uvek) nun die Bewilligung erteilt. Der Bohrplatz befindet sich im Zürcher Unterland zwischen Winterthur und Schaffhausen.

Die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) hatte die Bewilligung für die zwei Sondierbohrungen in Trüllikon 2 und 3 im Standortgebiet Zürich Nordost am Freitag erhalten, wie das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) am Montag mitteilte.

Von 2016 bis 2018 hatte die Nagra beim Bundesamt für Energie (BFE) insgesamt 23 Gesuche für Sondierbohrungen eingereicht: Je acht in den beiden Standortregionen Jura Ost und Zürich Nordost und sieben in der Standortregion Nördlich Lägern.

Mit den Sondierbohrungen untersucht die Nagra seit diesem Jahr den geologischen Untergrund genauer. Darauf gestützt wird die Nagra laut dem Uvek voraussichtlich im Jahr 2022 bekanntgeben, für welche Standortgebiete sie Rahmenbewilligungsgesuche für den Bau von geologischen Tiefenlagern (Lager für hochradioaktive Abfälle, Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle oder Kombilager) ausarbeiten wird.

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