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Die St.-Anna-Stiftung baut in Holz

Fabienne Wey Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz
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(chm)

Sie präsentiert sich dem Besucher imposant: die Schweighof-Überbauung in Kriens, die sich aus verschiedensten Objekten mit unterschiedlichen Bauherrschaften zusammensetzt. Drei davon wurden von der St.-Anna-Stiftung gebaut. Die Stiftung hat sich bei ihren Bauten für die Holzbauweise entschieden. Da 96,7 % von diesem Holz aus der Schweiz stammte, konnten die Gebäude mit dem Label Schweizer Holz ausgezeichnet werden.

Insgesamt 65 Wohnungen sind unter dem Patronat der St.-Anna-Stiftung im Süden Luzerns entstanden. Entworfen und geplant haben die 2.5- bis 5.5-Zimmerwohnungen die Lütolf und Scheuner Architekten aus Luzern. Auch wenn diese Wohnungen Teil einer Grossüberbauung sind, sorgen die grosszügigen Veranden und die Grünflächen für ein Gefühl von Freiheit. Das behagliche Wohnklima, das durch die gewählte Holzbauweise sichergestellt wird, trägt seines zu einem ausgewogenen Lebensumfeld bei.

Ja zu Holz

1‘876 Kubikmeter Holz wurden für die zwei Fünfgeschosser und für das siebenstöckige Gebäude eingesetzt. Satte 96,7 Prozent davon stammen aus dem Schweizer Wald und wurden auch hier verbaut. In Kubikmetern gesprochen handelt es sich dabei um 1‘814,4 Kubikmeter. Ein deutliches Ja der Bauherrschaft zum nachhaltigen Bauen und zur regionalen Wertschöpfung, was die lokale Wirtschaft 1:1 unterstützt. Mit dem Einsatz von einheimischen Ressourcen werden Arbeitsplätze gesichert, können junge Berufsleute ausgebildet werden und wird aufgrund kurzer Transportwege wenig graue Energie verursacht. Und dank solcher Bauten werden die Schweizer Wälder umweltschonend bewirtschaftet. Ein weiterer positiver Faktor betrifft das Nachwachsen des Rohstoffes. Holz braucht dazu lediglich Sonnenenergie. Die drei «Schweighof-Häuser» der St.-Anna-Stiftung werden künftig als Vorzeigebauten für Schweizer Holz dienen.

Beeindruckende Werte beim Einsatz von Holz

Die Werte, die bei der Erstellung der Schweizer-Holz-Labels jeweils eruiert werden, beeindrucken immer wieder aufs Neue. So wächst beispielsweise die verbaute Holzmenge im Schweizer Wald in sagenhaften eineinhalb Stunden wieder nach. Zudem sind in diesem Holz 1377 Tonnen des Treibhausgases CO2 gebunden und somit für Jahrzehnte der Atmosphäre entzogen. Das entspricht ungefähr dem Wert der Menge, welche 272 in der Schweiz lebende Personen in einem Jahr verursachen.

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