Leserbeitrag
Willst du nicht in den Himmel kommen?

28 katholische Buben und Mädchen aus den Pfarreien Leuggern und Kleindöttingen verbrachten als Abschluss des ersten Jahres ihrer Firmvorbereitung ein Wochenende in der „Villa Jugend“ in Aarburg.

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Mit Sätzen wie „Du tickst nicht mehr richtig - dich sollte man einsperren!" oder: „Etwas, das wie ein Wunder aussieht, ist manchmal ganz einfach." oder: „Manchmal sieht man Dinge, aber andere sehen sie nicht." oder: „Willst du nicht in den Himmel kommen?" brachte der Spielfilm „Millions" die Kinder einmal zum Schmunzeln, einmal zum Nachdenken. Nach ihrem ersten Jahr in der Oberstufe und damit in der Firmvorbereitung waren 28 Buben und Mädchen zusammen mit den Katechetinnen Claudia Rüegsegger und Annarös Cipolat sowie Jugendseelsorger Thomas Scheibel am Freitag, 15. Mai mit dem Zug nach Aarburg aufgebrochen. Nach dem Zimmerbezug im Jugendgruppenhaus „Villa Jugend" der katholischen Landeskirche Aargau duftete es bereits nach dem feinen Nachtessen, das Salvatore Bonanno gekocht hatte. Danach gab es ein paar Spiele zum Aufwärmen und Kennenlernen und schliesslich den Film „Millions".

Die Hauptdarsteller sind zwei Brüder, etwa im Alter der Teilnehmenden. Als der Jüngere zufällig eine Tasche mit einer grossen Summe Bargeld findet (er weiss nicht, dass es aus einem Banküberfall stammt), stehen sie vor der Frage, was sie mit dem Geld tun sollen. Während Damian, der jüngere Bruder, damit nach dem Vorbild verschiedener Heiliger, die im Film auch auftauchen (z. B. der heilige Nikolaus von Myra, der heilige Franz und die heilige Klara von Assisi) Gutes tun möchte, ist sein Bruder eher dafür, das Geld zur Befriedigung eigener Ansprüche auszugeben. Es wird deutlich: Manchmal braucht es gar nicht viel, um ein kleines Wunder zu tun. Jede und jeder kann in seinem Umfeld Gutes tun und so ein kleiner Heiliger werden. Diese Thematik wurde auch im Morgenimpuls und in den Ateliers am Samstag Morgen aufgegriffen, als sich die Jugendlichen mit dem Gleichnis vom winzigen Senfkorn, mit dem Lebensweg des heiligen Antonius von Padua (Pfarreipatron von Kleindöttingen) und mit ihrem eigenen Lebensweg beschäftigten.

Nach dem Mittagessen gestaltete jede und jeder noch ein Kärtchen, auf dem er oder sie den Entschluss bekräftigt, sich auf die Firmung vorzubereiten. Diese Kärtchen können dann im Gottesdienst am Sonntag, 14. Juni in der Antoniuskirche Kleindöttingen von den Gläubigen mit nach Hause genommen werden, die dann den betreffenden Jugendlichen durch ihr Gebet oder auch durch andere Zeichen auf dem Weg der Firmvorbereitung unterstützen.
Als am Samstag Nachmittag endlich die Sonne schien, stand Spiel und Spass im Freien auf dem Programm, das von drei Leitenden von Jungwacht/Blauring Leuggern organisiert wurde. Auch am Abend wurde in verschiedenen Spielen geschaut, was die Jugendlichen über ihre Religion bereits wissen und wo noch Lücken sind.

Am Sonntag Morgen feierte die Gruppe dann die heilige Messe in der benachbarten Pfarrkirche Guthirt mit und trugen auch ein Lied vor: „Wir sind zusammen unterwegs - gemeinsam in die Zukunft!" Und nachdem die Villa und die Unterkunft wieder auf Vordermann geputzt waren und noch ein paar feine Grillwürste und Gemüse zur Stärkung verzehrt waren, machten sich alle - etwas müde von zwei langen Nächten, aber doch um viele Eindrücke reicher - auf den Weg zum Bahnhof, von wo sie der Zug wieder nach Hause brachte. (tsc)

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