Leserbeitrag
Weihnachtsspiel in der Reformierten Kirche Muri

Marcel Siegrist
Drucken
Teilen
3 Bilder

Wenn ein Engel seinen Heiligenschein verlegt

Der kleine Engel Zetnael musste seinen Heiligenschein suchen und kam schliesslich verspätet, ungekämmt, mit schmutzigen Engelsgewand zur Versammlung und konnte deshalb nicht mit allen anderen Engeln zur Erde mitreisen. Da aber die Chorleiterin den Dirigentenstab vergessen hatte, wusste Zetnael, dass der Engelchor deshalb falsch singen würde. Er versuchte alles, um den Chor einzuholen. Unterwegs traf er aber ein gehbehindertes Hirtenmädchen und einen halbblinden Esel, die ebenfalls auf dem Weg zur Krippe nach Bethlehem waren. Doch der Dirigentenengel hatte seinen praktischen Reisedirigentenstab mitgenommen, weshalb der Chorgesang trotzdem himmlisch schallte. Die witzige Geschichte nimmt ihr schönes Ende im Stall zu Bethlehem, wo sich die Engelschar mit Zetnael versöhnt und sich Maria und Josef über die vielen Besucher freuen. Es darf auch Engel und Menschen geben, die etwas anders als „gewöhnlich“ sind, und alle dürfen Weihnachten feiern.

Das witzige Singspiel von Andrew Bond „de Himmel chunnt uf Erde“ vermochte die vielen Besucher in der Reformierten Kirche in Muri zu berühren. Die neue Innenbeleuchtung im Kirchenraum und die erneuerte Musik- und Lautsprecheranlage ermöglichten eine theatergerechte, gehaltvolle Aufführung und Gestaltung der diesjährigen Weihnachtsgeschichte. Den vielen Kindern und Erwachsenen, der Musikgruppe Sound Lights und den beiden Regisseuren Bettina Lukoschus und Hansueli Hauenstein wurde eine warmer und langanhaltender Applaus gespendet.

Hans Kaufmann

Aktuelle Nachrichten