Leserbeitrag
Vereinsreise des OV Wohlen in die Ostschweiz

Marcel Siegrist
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Kürzlich versammelten sich die Mitglieder des OV Wohlen zu ihrer Vereinsreise. Die kleine Schar erinnerte an das „Fähnlein der sieben Aufrechten“ von Gottfried Keller. Alle waren voll Vorfreude, denn das Programm versprach Abwechslung. Mit einem Minibus ging es Richtung Ostschweiz. Im Konditorei- und Bäckereimuseum in Benken war es wie zu Urgrossmutters Zeiten. Eine Riesenbrezel über dem Eingang machte den Gluscht grösser als den Hunger. Der Inhaber erzählte kurz, wie es zu diesem Museum kam. Früher war es eine Käserei, heute ein Museum und Restaurant. Alle staunten über ein Rezeptheft, geschrieben in gestochen schöner Handschrift. Ein Klavier mit versteckt eingebauter Lochkartenmechanik verlockte zum Spielen. Obmann Herbert Wohler spielte ein rassiges Musikstück, so als wäre er ein talentierter Pianist. Da kommt wirklich Verborgenes zum Vorschein. Ganz offensichtlich gab es früher mehr lokale Biersorten als heute. Vielleicht war auch der Durst unserer Urgrossväter grösser. In alten Zeitungen konnte man lesen, dass früher der Humor derber war. Draussen in einem grossen Freigehege hoppelten und faulenzten ein paar Kaninchen. Der OV Wohlen war an einem richtigen Ort. Organisator Werner Schuler hatte gut gewählt.

Nach einer abwechslungsreichen Fahrt über Land wurde die Waldegg im Appenzellerland erreicht. Der Erlebnispark Schnuggebock lockte. Nach dem Mittagessen strömten alle aus. Zuerst wurden die Tiere besucht. Nicht nur die Kinder Vanessa und Chiara freuten sich an den Tieren. Da klapperten Islandpferde mit ihren Hufen, grasten die Heidschnucken Schafe, meckerten Ziegen. Zu bestaunen waren vor allem die Ochsen. Peter und Max sind zwei beachtliche Exemplare mit ihrem originell braun weiss gefleckten Fell. Sie schienen friedlich, doch vor ihren Hörnern war eine gewisse Vorsicht geboten. Keine Angst, der dösende Hofhund passte gut auf seine Tiere auf. Für einen Besuch im Zelt mit musikalischen Attraktionen war wenig Zeit. Unter dem Zeltdach war es heiss und laut. Da tat ein Spaziergang zum Streichelzoo und Lebkuchenhäuschen gut. Wer wollte konnte im „Tintelompe“ eine unterhaltende und strenge Schulstunde erleben. Auch nach langem Suchen wurde der Waldegger Geheimkeller nicht gefunden. Dort sollen angeblich einige Fässer Whisky „schlafen“. In Emmas Lädeli war fast alles zu kaufen. Sehr beliebt war das frische Holzofenbrot. Auf der Rückfahrt wurde nicht getrödelt, denn einige wenige hatten zu Hause noch Kaninchen und Hühner zu füttern. So war ein erlebnisreicher Tag viel zu schnell vorbei.

Klara Bosshart

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