Leserbeitrag
Über 3400 Theaterbesucher: Grosserfolg für «Der Kammerdiener»

Marcel Siegrist
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Mit einer Standing Ovation hat das Publikum im Villmerger Rösslisaal das 30-köpfige Ensemble der Theaterproduktion «Der Kammerdiener» verabschiedet. Die 13 regulären Vorstellungen sowie 4 Zusatzvorstellungen waren bereits vor der Premiere fast ausverkauft; die Theatergesellschaft Villmergen spielte insgesamt vor rund 3400 Besuchern. «Der Kammerdiener» (nach dem Roman von Lorenz Stäger) ist damit eine der erfolgreichsten Eigenproduktionen des Vereins. «Wir sind
überwältigt», sagt Präsidentin Hildegard Hilfiker. «Wir hatten zwar erwartet, dass die Lokalgeschichte über den Villmerger Lunzi Koch, der als Kammerdiener in den besten Häusern der Welt verkehrte, auf Interesse stösst. Unsere kühnsten Erwartungen wurden jedoch übertroffen.»

Ein Grund für den Erfolg ist laut Hildegard Hilfiker nebst dem Theaterstück von Paul Steinmann der Aufführungsort: Der Gasthof Rössli war viele Jahre ein gesellschaftlicher Treffpunkt und wird nun abgebrochen. Auch «Kammerdiener» Lunzi Koch verkehrte im Rössli. Die Theatergesellschaft hat die einmalige Gelegenheit genutzt, ein letztes Mal im Rösslisaal zu spielen. Unter Federführung von Produktionsleiter Niklaus Meyer wurde der Saal zur 360-Grad-Theaterbühne umgebaut. Das Publikum sass mittendrin und wurde Teil des Theaters. Die Theatermacher arbeiteten dabei mit aufwendigen technischen Mitteln und holten so die grosse weite Welt in den kleinen Rösslisaal.

«Der Kammerdiener» ist damit eine der aufwändigste Produktion der Theatergesellschaft Villmergen. Über 70 Helferinnen und Helfer packten neben und hinter der Bühne mit an: beim Bühnenbau und in der Technik etwa, oder als Küchenhilfen, Köche und elegante Kellner im Theaterrestaurant. Hunderte ehrenamtliche Stunden gearbeitet wurden auch in den Bereichen Regieassistenz, Kostüme, Musik, Licht, Requisiten, Frisuren und Maske. «Ohne die Unterstützung all dieser Helferinnen und Helfer sowie vieler Gönner und Sponsoren wäre unser Theaterprojekt nicht möglich gewesen», sagt
Hildegard Hilfiker. «Ein grosses Dankeschön dafür!»

Pascal Meier, Theatergesellschaft Villmergen

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