Leserbeitrag
Träff 55 plus Verein Alterszentrum Würenlos

Alexandra Zihlmann
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Auf Einladung des Vereins Alterszentrum Würenlos referierte Gerichtspräsident Patrick Jegge, Baden, im vollbesetzten Saal der Alten Kirche ausführlich und informativ über die Institution KESB. Er verstand es, überzeugend darzulegen, dass der KESB im Kanton Aargau durchaus das Vertrauen entgegengebracht werden kann und unsere Gemeinde mit der KESB in Baden gut zusammen arbeite. Das scheint nicht in allen Kantonen gleich gut zu funktionieren und kann zu den bekannten negativen Schlagzeilen führen. Die Gemeindebehörden kennen die Verhältnisse ihrer Bürger persönlich und sollten deshalb in jedem Fall erstinstanzlich einbezogen werden bei einem Einsatz der KESB.

Jegge betonte im Besonderen, wie wichtig sei es, eine Patientenverfügung sowie einen Vorsorgeauftrag zu hinterlegen für den Fall der Urteilsunfähigkeit und man seine Angelegenheiten nur teilweise oder gar nicht mehr besorgen respektive keine Vollmacht mehr erteilen kann. Die KESB tritt nur in Aktion, wenn nichts geregelt ist und kein Ehegatte / eingetragener Partner oder keine Kinder / Angehörige stellvertretend handeln können. Für das Verfassen des Vorsorgeauftrages sowie der Patientenverfügung solle man zusammensitzen mit der Familie / seinen Angehörigen und alles gemeinsam besprechen.

Nachdem Patrick Jegge am Schluss seiner Präsentation noch viele Fragen aus dem Publikum zu beantworten hatte, wurde beim anschliessenden Apéro über dieses komplexe Thema noch rege diskutiert. Das Echo über Jegges Aufklärungen war durchwegs positiv.

Alexandra Zihlmann

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