Leserbeitrag
Träff 55 plus des Seniorenrates Region Baden

Alexandra Zihlmann
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In die Geheimnisse des Universums weihte Jan Stenflo, em. Prof. für Astronomie an der ETH und Uni Zürich, die zahlreich erschienen Anwesenden ein. Mit Aufnahmen von Grossteleskopen zeigte er, wie Sterne geboren werden, wie sie sterben, und wie man in die Frühzeit des Universums zurückblicken kann.

Schon als Knabe hat der in Schweden aufgewachsene Jan Olof Stenflo von den Sternen geträumt, was auf einem Bild festgehalten ist, auf dem er sich neben die Statue von Tycho Brahe stellte, einem dänischen Astronomen aus dem 16. JH.

Er liebte früh sportliche Betätigungen wie Hochsprung, Stabhochsprung und Bergsteigen. In den Rocky Mountains auf 4000 m Höhe lernte er 1971 seine Ehefrau Joyce kennen. 1973 bestieg er das Matterhorn.

Auf der Halbinsel Krim in der damaligen Sowjetunion machte Stenflo Forschungsarbeit für sein Doktorat in den Jahren 1965/66 und promovierte 1968 an der Universität Lund (Schweden) mit einer Dissertation über das Magnetfeld der Sonne. Im Jahr 1974 erhielt er einen Forschungspreis vom König Carl Gustaf.

Im Jahre 1980 kam Jan Stenflo mit seiner inzwischen 4-köpfigen Familie in die Schweiz wegen seiner Berufung als Professor für Astronomie an der ETH und Uni Zürich und Vorsteher des Instituts für Astronomie und bezog dann das Haus in Würenlos, wo er noch heute wohnt. Bei seiner Pensionierung im Jahre 2007 wurde ein Kleinplanet in Umlaufbahn zwischen Mars und Jupiter mit dem Namen „Stenflo“ benannt, als Würdigung seiner Leistungen.

Mit der Erklärung, dass der Grundstoff in unseren Zellen in früheren Generationen von Sternen entstanden ist und das Eisen in unserem Blut Supernovaexplosionen erlebt hat und dass wir somit Kinder der Sterne sind, schloss Jan Stenflo den hochinteressanten Nachmittag, was mit grossem Applaus verdankt wurde.

Unter „Astronomy Picture of the Day“ können wunderschöne Bilder von der Sternenwelt und den Galaxien gegoogelt werden.

azi

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