Leserbeitrag
Trachtengruppe auf Reisen

Hans Suter
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Die Wetteraussichten für das Wochenende 29./30. September waren katastrophal. Dennoch traf sich eine aufgestellte Schar im Bahnhof von Aarau zur diesjährigen Vereinsreise. Um es vorweg zu nehmen, die Reiselustigen wurden nie nass, denn ein wenig Regen fiel am Sonntagmorgen, während sich die Gruppe im Stollen der Salzmine Bex befand.

Die gemütliche Zugfahrt führte via Bern und Goppenstein ins Wallis nach Brig. Dort wurden wir bereits von einer netten Hostess erwartet. Sie zeigte während dem Stadtrundgang markante Gebäude und erzählte von dessen ehemaligen Bewohnern. Die Besichtigung des Stockalperpalastes war sehr eindrücklich. Dass sein Erbauer in der damaligen Zeit schon sechs Sprachen beherrschte, und grossen Wert auf Bildung legte, beeindruckte uns sehr. Seinem Flair fürs Handeln verdankte er seinen Reichtum.

Dem Umstand, dass Brig schon öfter Überschwemmungen erlebte, führte zum Bau einer Ziehbrücke über die Saltina. Bis zu 2 1⁄2 Meter kann diese emporgezogen werden, sodass Gestein und Geschiebe ungehindert durchfliessen können.

Nach einer kurzen Zugfahrt erreichten wir Salgesch, unseren Übernachtungsort. Wanderfreudige machten einen Bummel durch die Rebberge, wobei man den Winzern beim Traubenlesen und Wein produzieren zuschauen konnte. Dass dabei das Degustieren nicht zu kurz kam, ist sonnenklar!

Am Sonntag war zeitig Tagwache – wir wollten nach Bex in die Salzminen. Unsere Guide erklärte vieles über die Salzgewinnung von damals bis heute, über das schweizerische Salzmonopol, die Zusammenarbeit mit den Rheinsalinen und dem Versuch, mit Alpenkräutern angereichertes Salz zu Wellnesszwecken zu verkaufen.

Die anschliessende Schiff-fahrt auf den Genfersee von Montreux nach Lausanne rundete unsere schöne Reise ab. Müde aber um einige Eindrücke reicher brachte uns die SBB wieder in die Heimat zurück.

Dem Organisator ein herzliches Dankeschön!